Abfall

Wie Greenwashing verhindern? EU-Kommission sammelt Input

30.07.2020

Bis Ende August können Sie den Fahrplan der EU-Kommission zum Nachweis der Umweltauswirkungen von Produkten kommentieren. Weitere Konsultationen im Bereich Abfall-, Chemikalien- und Produktpolitik enden in den nächsten Tagen.

Umweltleistungen von Produkten nachweisen

Mit der Initiative will die EU-Kommission sogenanntes Greenwashing von Unternehmen künftig verhindern. Derzeit gebe es über 100 Nachhaltigkeits-Label in der EU, schreibt die EU-Kommission. Unternehmen nutzten solche häufig, um die Auswirkungen ihrer Produkte auf die Umwelt zu verschleiern oder gar fälschlicherweise mit einer positiven Wirkung zu werben. Damit Verbraucher*innen bei der Auswahl eines Produkts dessen ökologische Auswirkungen klar erkennen und darauf aufbauend eine informierte Kaufentscheidung treffen können, sollen Unternehmen die Angaben zum ökologischen Fußabdruck ihrer Produkte anhand einheitlicher Bewertungskriterien belegen. Ob sie dies im Rahmen einer freiwilligen Initiative oder eines verpflichtenden EU-weiten Rahmenwerks tun sollen, ist noch nicht klar und eine der Fragen, zu der nun Feedback gesammelt wird.

Feedback geben (bis 31. August)

Auch zu anderen Themen im Bereich Produkt- und Abfallpolitik und Kreislaufwirtschaft können Sie sich derzeit im Rahmen von Konsultationen äußern:

Bis 06. August: Verringerung von Verpackungsabfällen - Fahrplan

Die EU-Vorschriften zu Verpackungsabfällen werden überarbeitet. Das Ziel: weniger Abfall und besserer Abfall, das heißt Verpackungen, die einfach zu recyceln sind. Die Überarbeitung der Richtlinien soll dazu führen, dass das Design von Verpackungen mehr auf Wiederverwendung und Recycling ausgelegt und ein höherer Reyclinganteil in Verpackungen verwendet wird. Die EU-Kommission will außerdem „übermäßige“ Verpackungen vermeiden und das Verpackungsabfallaufkommen grundsätzlich reduzieren.

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Bis 07. August: Giftmüll - aktualisierte Grenzwerte für chemische Schadstoffe (persistente organische Schadstoffe)

Die EU-Kommission will Stellungnahmen zu einer geplanten Verordnung einholen, mit welcher die Obergrenzen für mit persistenten organischen Substanzen (persistent organic pollutants, POPs) belastete Abfälle angepasst werden sollen. Ziel ist es, solche gefährlichen Abfälle umweltfreundlicher zu “managen” und sie sicherer zu recyceln.

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[km]

Have your say

Die EU-Kommission sammelt laufend Input aus der Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu neuen legislativen Vorschlägen oder Überarbeitungen bestehender Vorschriften.

Eine Übersicht über alle derzeit offenen Konsultationen finden Sie auf der Webseite der EU-Kommission.