Offener Brief

Mehr erneuerbare Energien wagen

10.03.2020

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (bdew), der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), der Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne), der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Bundesverband Windenergie (BWE), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch, Greenpeace und Greenpeace Energy, die IG Metall, der Naturschutzbund (NABU), der Veband kommunaler Unternehmen (VKU), die Umweltstiftung WWF und der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) appellieren in einem gemeinsamen Positionspapier an die Ministerpräsident*innen der Bundesländer, beim Ausbau von erneuerbaren Energien nicht länger auf die Bremse zu treten.

Zwei Tage vor der Ministerpräsident*innenkonferenz am Donnerstag, den 12.03.2020 veröffentlichten die Organisationen ihre Forderungen:

  1. Keine pauschalen Abstandsregeln von 1.000 Metern für Windenergie an Land
  2. unverzügliche Aufhebung des 52-Gigawatt-Deckels für die Förderung von Solaranlagen
  3. verbindliche Bund-Länder-Koordinierung für einen ausreichenden Ausbau der Erneuerbaren

Bereits Ende Januar brachten die Umweltverbände ein Thesenpapier heraus, welches aufzeigt, wie der naturverträgliche Ausbau der Windenergie beschleunigt werden kann. Neben der verbindlichen Regionalplanung schlagen die Verbände Lösungen für eine zielführende Ausgestaltung von artenschutzrechtlichen Ausnahmen vor: Voraussetzung für eine Erteilung der Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG muss die Absicherung der Population gefährdeter Arten durch Artenhilfsprogramme inklusive eines Monitorings mit Wirkungskontrolle sein.

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