Offener Brief von DNR, BUND, DUH, Germanwatch, NABU, WWF

Machbar. Erneuerbar. Die Energiewende jetzt voranbringen

12.08.2021

Mit einem offenen Brief haben sich sechs Umweltorganisationen an die Spitzenkandidat*innen der demokratischen Parteien in Deutschland gewandt und damit eine Kampagne für erneuerbare Energien gestartet.

Deutscher Naturschutzring, BUND, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, NABU und WWF schreiben: "In den nächsten Jahren wird sich entscheiden, wie die Zukunft unserer Kinder aussieht. Fakt ist: Um Klimaneutralität zu erreichen, brauchen wir erneuerbare Energien. Deutschland  kann  und muss die Energiewende, neben anderen Klimaschutzmaßnahmen, endlich entschlossen vorantreiben. Die gesetzlichen und technologischen Voraussetzungen, um unser Land zu hundert Prozent mit erneuerbaren Energien zu versorgen, haben wir bereits geschaffen. Doch der Ausbau von Solar- und Windenergie schreitet noch immer viel zu langsam voran."

"Wir appellieren an Sie, sich mit voller Kraft für einen ambitionierten und naturverträglichen Erneuerbaren-Ausbau einzusetzen und die Energiewende endlich entschieden voranzubringen!"

Aus dem offenen Brief

Das Verbändebündnis fordert 80 Prozent erneuerbare Energien im Stromsektor bis 2030. Das heißt, bis 2030 müssten jährlich mindestens sieben Gigawatt Windenergie an Land und mindestens zehn Gigawatt Photovoltaik zusätzlich ausgebaut werden. Das entspreche bei der Photovoltaik einer Verdopplung, bei der Windenergie mehr als einer Vervierfachung der aktuellen Ausbauzahlen. "Bis 2035 muss unser vollständiger Strombedarf durch naturverträgliche erneuerbare Energien gedeckt sein", so die Verbände. Die Gesellschaft müsse sich unabhängig von klima- und umweltschädlichen fossilen Energieträgern wie Kohle, Öl und Gas machen.

"Konkret bedeutet dies u.a. eine Solarpflicht für jedes geeignete Dach bei Neubau, Umbau und Sanierung, eine klimaneutrale Umgestaltung des öffentlichen Gebäudebestands bis 2030, 2.000 neue Stellen in den zuständigen Planungs- und Fachbehörden sowie verstärkt Möglichkeiten für Bürger*innen, sich an einer gemeinschaftlichen Energieerzeugung zu beteiligen. Parallel dazu bedarf es verbindlicher Flächenziele für jedes Bundesland. Mindestens zwei Prozent der Landesfläche müssen naturverträglich für die Windenergie an Land bereitgestellt werden." Dabei müsse der Wandel naturverträglich, sozial und ökologisch vonstatten gehen.

Ausführlichere Informationen: www.machbar-erneuerbar.de


Adressaten

An die Spitzenkandidat*innen demokratischer Parteien zur anstehenden Bundestagswahl