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Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen
Pressemitteilung | 01.09.2021
#Biodiversität und Naturschutz #Bodenschutz #Landwirtschaft und Gentechnik

Moorschutz muss ein Anliegen der gesamten Bundesregierung sein

Schöne: „Wiedervernässung von Moorböden hat zentrale Bedeutung für Klima und Natur.“

Hochmoor
© Pixabay/cocoparisienne
Hochmoor

Berlin - Anlässlich der heute vom Bundesumweltministerium (BMU) veröffentlichten Nationalen Moorschutzstrategie hat der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) die ernüchternde Bilanz der aktuellen Bundesregierung kritisiert:

„Es ist ein peinliches Armutszeugnis, dass das BMU die im Koalitionsvertrag vereinbarte Moorschutzstrategie aufgrund des Widerstands von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Alleingang vorlegen muss. Wir erwarten vom Bundeslandwirtschaftsministerium, dass es seinen Beitrag zum Klimaschutz leistet und den dringend notwendigen Moorschutz nicht auf Schutzgebiete reduziert. Gerade die tief entwässerten Acker- und Grünlandflächen machen den größten Flächenanteil der Moorböden aus, hier finden auch die höchsten Treibhausgas-Emissionen statt. Wenn Frau Klöckner sich diesem wichtigen Thema verweigert, erweist sie der Landwirtschaft einen Bärendienst, denn an einer großflächigen Wiedervernässung von Moorböden geht aus klima- und naturschutzpolitischer Sicht kein Weg vorbei“, sagte DNR-Geschäftsführer Florian Schöne.

Laut der heute veröffentlichten Nationalen Moorschutzstrategie des BMU werden in Deutschland 71 Prozent aller Moorböden landwirtschaftlich genutzt (19 Prozent als Ackerland, 52 Prozent als Grünland). 92 Prozent der Moore sind entwässert. Damit gehört Deutschland weltweit zu den Ländern, in denen die meisten Moorflächen degradiert oder zerstört sind. Die Wiedervernässung von Moorböden zählt zu den effizientesten Klimaschutzmaßnahmen in der deutschen Land- und Forstwirtschaft. Sie kann nur gemeinsam mit den Landwirten umgesetzt werden und sichert zugleich eine langfristige landwirtschaftliche Nutzung auch für kommende Generationen.

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Florian Schöne

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