Gemeinsame Pressemitteilung

Staatliches Tierwohlkennzeichen: Keine Kompromisse beim Ringelschwanz

05.07.2018

Deutschlands führende Tierschutz- und Umweltorganisationen fordern die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, bis zum Ende der Legislaturperiode die Überführung des freiwilligen Tierwohlkennzeichens in einer verpflichtenden Haltungskennzeichnung gesetzlich zu verankern.

Für das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geplante staatliche Tierwohlkennzeichen fordern die Verbände bereits für die Einstiegsstufe starke Kriterien, die sich deutlich vom gesetzlichen Standard abheben und die das Tierschutzgesetz einhalten. Insbesondere müsse das bereits bestehende Verbot des Ringelschwanzkürzens bei Schweinen ausnahmslos umgesetzt werden. Auch das Fixieren der Sauen im Kastenstand dürfe in der Einstiegsstufe des staatlichen Tierwohlkennzeichens keinesfalls erlaubt sein.  


„Umfragen belegen die Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für weniger Tierleid zu zahlen. Die entscheidende Frage wird damit sein, ob die Kennzeichnung die Haltungsbedingungen im Stall tatsächlich verbessert. Alles andere wäre Verbrauchertäuschung. Das heißt: Ohne echten Mehrwert an Tierschutz ist das Label nichts wert - zum Schaden von Verbrauchern und Tieren"

DNR-Vizepräsidentin Undine Kurth

 

„Umfragen belegen die Bereitschaft der Verbraucher, mehr Geld für weniger Tierleid zu zahlen. Die entscheidende Frage wird damit sein, ob die Kennzeichnung die Haltungsbedingungen im Stall tatsächlich verbessert. Alles andere wäre Verbrauchertäuschung. Das heißt: Ohne echten Mehrwert an Tierschutz ist das Label nichts wert - zum Schaden von Verbrauchern und Tieren“, betont Undine Kurth, Vizepräsidentin des Deutschen Naturschutzrings.

Das „Positionspapier staatliches Tierwohlkennzeichen“ ist von folgenden Organisationen unterzeichnet worden:  Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt, BUND – Friends of the Earth Germany, Bund gegen Missbrauch der Tiere, Bundesverband Tierschutz, Deutscher Naturschutzring, Germanwatch, Greenpeace, PROVIEH, und VIER PFOTEN – Stiftung für Tierschutz.