Dokumentation: Workshop zu Normung und nachhaltigem Bauen

Unter der Fragestellung "Leistet die Normung (überhaupt) einen Beitrag für nachhaltige
Bauprodukte und Gebäude?" ging es beim gemeinsamen Workshop des DNR und KNU.

Bauen bewegt mit seinen Baustoffen – von einfachen Naturstoffen bis zur komplexen Bauchemie – in aufwendigen Verbundsystemen das gesamte Industriesystem und nutzt dabei immense Ressourcen, produziert die meisten Abfälle und verändert Landschaft und Ökosysteme. Aus diesem Grund sind die europäischen Regierungen einerseits und Industrie andererseits schon längst daran interessiert, die Effizienzpotentiale dieser großen Stoffströme zu nutzen. Umweltaspekte wie Toxizität oder Biodiversität werden im Verhältnis zu den Klassikern Klimawandel, Ressourcenknappheit und Abfälle jedoch immer noch gern in den Hintergrund geschoben. Auch die neue Bauproduktenverordnung, die das Potential hätte, zusammen mit REACH (EG-Verordnung zur »Registration, Evaluation, Authorisation
of Chemicals«) in Bezug auf Gesundheit und Umweltschutz mehr Transparenz z. B. für Bewohner, Handwerker oder Architekten herzustellen, greift nur, wenn die Mitgliedsstaaten auch Anforderungen stellen. Die Verordnung dient in erster Linie der Einheitlichkeit des Binnenmarktes. Deshalb kommt es darauf an, da wo Bedarf an mehr Informationen besteht, diese auch einzufordern.

Ziel des Workshops war es, das Potential und das Defizit an Transparenz für Gesundheit und Naturschutz darzustellen und daraus Schlüsse für die Aktivitäten der Verbände zu ziehen.