Onlinestudie: Mehrheit der Befragten hält Einfluss von rechts noch für handhabbar

Viele Umweltorganisationen haben Erfahrungen mit rechten mit rechten Akteur*innen und deren Ideologie gemacht. Das ergab eine Online-Befragung des Instituts für Diversity, Gender, Natur und Nachhaltigkeit (diversu), die im Juni veröffentlicht wurde.

Die Untersuchung wurde in Kooperation mit dem DNR bei dessen Mitgliedsverbänden durchgeführt. 437 Vertreter*innen wurden von diversu im Rahmen des Projekts „Rechte Landnahme – Umweltschutz von rechts: Wie und wo passiert es und was können Umweltverbände gegen rechtsextreme und rechtspopulistische Vereinnahmungen tun? (ReLa)“ Ende 2019 befragt. Der Antwortrücklauf betrug 21 Prozent. Ziel der Studie war, einen ersten Eindruck von der Ausgangslage der Einflussnahme durch die "neue Rechte" auf die Arbeit der Natur- und Umweltschutzverbände zu erhalten.

Einige Umweltverbände haben bereits interaktionistische und strukturelle Gegenmaßnahmen entwickelt, von denen andere durchaus profitieren könnten. Die meisten Befragten schätzen zwar die Einflussnahme und Übergriffe von rechts als bisher (noch) handhabbar und nicht bedrohlich für die eigene Tätigkeit ein. Gleichzeitig melden aber etliche der Befragten einen Fortbildungs- und Trainingsbedarf zur Aufklärung über und Umgang mit rechten Akteur*innen an. Zudem sei es erforderlich, sich grundsätzlich mit der Problematik zu befassen und auch die eigene Organisationskultur und das eigene Selbstverständnis zu hinterfragen.

Das ReLa-Projekt wurde im Rahmen der Verbändeförderung vom Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesumweltministerium (BMU) gefördert. Bei Fragen zur Studie wenden Sie sich bitte an Wiebke Schwandt oder Christine Katz. [mbu]

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