Wirtschaft & Ressourcen

G20 setzt Umweltfokus auf Klima, Meere und Ressourceneffizienz

13.07.2017

Die Staats- und Regierungschefs der 20 größten Volkswirtschaften der Welt haben am Wochenende in Hamburg getagt. In ihrer Abschlusserklärung bekannten sie sich zu den UN-Nachhaltigkeitszielen sowie zum Klimaschutzabkommen von Paris – mit Ausnahme der USA.

Im Einzelnen einigten sich die G19 auf einen Aktionsplan Klima und Energie Wachstum. Dieser beinhaltet neben national festgelegten Beiträgen, Langfriststrategien zur Dekarbonisierung und dem Ausbau von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien auch die Förderung von Nachhaltigkeit im Energie- und im Finanzsektor und die Anpassung an Folgen des Klimawandels.

Für den Umweltbereich sind außerdem die folgenden Initiativen interessant: die Fortführung des Aktionsplans Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung, der Aktionsplan zur Meeresvermüllung sowie der G20 Dialog zu Ressourceneffizienz.

Die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) sowie die Bekämpfung der Meeresvermüllung sind ebenfalls noble Ziele, jedoch bleibt die Frage, wie viel von derartigen Aktionsplänen tatsächlich umgesetzt wird. Symbolischen Wert haben diese Pläne allemal. Auf Initiative von Bundesumweltministerin Hendricks ist auch ein Dialogforum zu Ressourceneffizienz ins Leben gerufen worden, das sich im November erstmalig treffen wird. Es beruht auf freiwilliger Basis und dient dem Austausch von Best-Practice Beispielen.

Auch im Bereich Handel bekannten sich die G20-Staaten zu Freihandel und gegen Protektionismus, allerdings sind Ausnahmen zugelassen. [lr]

Dokumente zum G20-Gipfel
Kommentar Germanwatch
Reaktion von CANEurope [engl.]