Wasser & Meere

Europäischer Meeres- und Fischereifonds: "Mehr als nur ein Tropfen im Ozean"?

21.11.2018

Der Umweltausschuss (ENVI) des EU-Parlaments hat am Dienstag eine Stellungnahme zum Vorschlag der EU-Kommission für einen neuen Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) [siehe EU-News 13.06.2018] angenommen. Federführend ist allerdings der Fischereiausschuss.

Die Naturschutzorganisation BirdLife startete unterdessen eine Petition zum EMFF. Hauptforderung ist, dass sich das EU-Parlament und die FischereiministerInnen dafür einsetzen, zwischen 2021 und 2027 mindestens ein Viertel des Budgets - also rund 1,5 Milliarden Euro - für den Schutz und die Wiederherstellung der Ozeane auszugeben.

Viel zu lange hätte sich die Förderung der EU in diesem Bereich fast ausschließlich auf die Finanzierung privater Wirtschaftstätigkeiten konzentriert, was zum Beispiel zu immer größeren Fischereiflotten geführt habe. Es liege in der bisherigen Praxis kein Schwerpunkt darauf, dass die Ausgaben für den Schutz öffentlicher Güter oder die Verhinderung ernster Umweltkrisen verwendet werden. Bisher zu oft unberücksichtigt blieben negative Auswirkungen wie Überfischung, unregulierte Aquakultur, die intensive Umweltverschmutzung, Meeres- und Tiefseebergbau, die unzureichend regulierte Energieerzeugung, der Seeverkehr, die Küstenentwicklung und der Tourismus. Auch der Klimawandel mit immer höheren CO2-Werten, Versauerung, Temperaturanstieg, Veränderungen der Eisdecke und Ströme müsse verstärkt berücksichtigt werden. [jg]

eMeeting ENVI mit allen dazugehörigen Dokumenten

BirdLife Petition #OceanAlert

Factsheet EMFF