Landwirtschaft & Gentechnik

EU-Abgeordnete lehnen Import von herbizidresistenten Genpflanzen ab

07.11.2019

Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben sich Mitte November gegen die Einfuhrgenehmigung von vier Nutzpflanzen ausgesprochen, die durch Genmodifizierung resistent gegen Unkrautvernichtungsmittel sind. Sie folgten damit einem Votum des Umweltausschusses von Anfang des Monats. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend.

Es geht um Produkte, die Bestandteile der Baumwolle LLCotton25, der Maissorten MON 89034 und Bt11×MIR162×MIR604×1507×5307×GA21 sowie der Soja MON 89788 enthalten können.
Die EU-Abgeordneten sprachen sich mehrheitlich gegen Einfuhrgenehmigungen für Mais und Soja aus, die für den Einsatz von Glyphosat und Glufosinat gezüchtet wurden. Der Anbau solcher Sorten führe häufig dazu, dass noch mehr Herbizide eingesetzt werden.

Zudem bemängelten die Abgeordneten erneut die gängige Praxis der EU-Kommission, Einfuhrgenehmigungen für Genpflanzen ohne die Zustimmung einer qualifizierten Mehrheit der Mitgliedstaaten durchzuwinken. Dieses „undemokratische Verfahren“ sei als Ausnahme gedacht gewesen, die zur Regel geworden sei.     [mbu]

Angenommene Texte der Plenartagung 14.11.19

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