Landwirtschaft & Gentechnik

Genmais, -raps und -baumwolle sollen nicht über die EU-Grenze

01.02.2019

Am Donnerstag hat sich das EU-Parlament mit großer Mehrheit gegen die Importgenehmigung von gentechnisch verändertem Mais, Raps und Baumwolle ausgesprochen. Die Abgeordneten fordern höhere Standards bei der Zulassungsprüfung und eine demokratischere Entscheidungsfindung.

Die entsprechenden Pflanzen der Firmen Bayer und Syngenta sind gegen verschiedene Herbizide resistent oder produzieren Insektengifte. Eine der Pflanzen ist so gentechnisch modifiziert, dass sie Antibiotikaresistenzen entwickelt. Die Abstimmung unter den EU-Mitgliedstaaten ergab keine Mehrheit für die Zulassung der Pflanzen in der Lebens- und Futtermittelerzeugung. Dennoch plant die EU-Kommission, die Zulassungen zu erteilen. Und das obwohl die Konzerne entgegen den EU-Regeln nicht nachgewiesen haben, dass die Pflanzen tatsächlich so sicher sind, dass sie in Lebens- und Futtermitteln eingesetzt werden können.

Dies kritisiert das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie Testbiotech. „Zum Beispiel wurden Kombinationseffekte nicht untersucht, die Rückstände der Herbizide nicht im Detail bewertet und es gibt viele offene Fragen in Bezug auf mögliche Auswirkungen auf das Immunsystem“, sagte Christoph Then. 

Die Resolutionen aus Straßburg sind rechtlich nicht verbindlich. Entschließungen können aber indirekt auf die EU-Kommission und deren Entscheidungsfindungen einwirken. [mbu]

Die Resolutionen des EU-Parlaments