Naturschutz & Biodiversität

EEA-Bericht: Der "kapitale Wert" von Natur

24.05.2019

Die Erhaltung des "Naturkapitals", also der Ökosysteme und der von ihnen erbrachten Dienstleistungen, ist für die menschliche Wirtschaftstätigkeit und das Wohlergehen von grundlegender Bedeutung, heißt es in dem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA). Auf rund 100 Seiten fasst die EEA zusammen, wie und wo eine Naturkapitalbilanzierung dazu beiträgt, umweltpolitische Entscheidungen bewerten zu können und wo nicht. Denn der Ansatz in diesem Bericht umfasst auch "die philosophische Perspektive, dass die Biodiversität und Ökosysteme um ihrer selbst willen geschützt werden, das heißt für ihren intrinsischen Wert".

Die Notwendigkeit, Naturkapital zu erhalten und zu verbessern, ist ein explizites politisches Ziel in der Biodiversitätsstrategie der EU bis 2020 und ihrem Siebten Umweltaktionsprogramm. Ansätze zur Messung der Bestände an natürlichen Ressourcen, die als Naturkapital Vorteile bringen, haben in den letzten Jahrzehnten erhebliche Zugkraft gewonnen. Durch die Bereitstellung regelmäßiger, objektiver Daten, die mit umfassenderen statistischen Daten im Einklang stehen, könne die Naturkapitalbilanzierung wichtige Grundlagen für wirtschaftliche und ökologische Entscheidungen liefern. Allerdings fehlten erhebliche Mengen an Daten. Und am Ende müsse es vor allem darum gehen, das "Naturkapital" auch für künftige Generationen zu erhalten, so die EEA. [jg]

Pressemitteilung der EEA

EEA-Report 26/2018