Landwirtschaft und Gentechnik

Einspruch gegen neue Gentechnik erheben

14.10.2021

Noch bis zum 22. Oktober sammelt die EU-Kommission Input zu ihrer geplanten Überarbeitung des Gentechnikrechts. Verschiedene Organisationen rufen dazu auf, sich zu beteiligen und gegen die Aufweichung der Regulierung auszusprechen.

Die Aurelia Stiftung, das Umweltinstitut München, die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und Corporate Europe Observatory sind nur einige der Organisationen, die sich an der Mitmach-Aktion beteiligen. Auf ihren Webseiten können Interessierte über eine Eingabemaske ihr Feedback an die EU-Kommission schicken und ihre Besorgnis über die Auswirkungen gentechnisch veränderter Organismen (GVO) zum Ausdruck bringen. Bereits mehr als 14.000 Menschen haben sich an der Aktion beteiligt.

Die EU-Kommission erwägt derzeit, neue Gentechnik als Teil einer nachhaltigen europäischen Landwirtschaft zu etablieren und die Verfahren nicht mehr unter dem bestehenden EU-Gentechnikrecht zu regulieren. Die an der Aktion beteiligten Organisationen fordern, Verfahren der neuen Gentechnik weiterhin über das bestehende Gentechnikrecht der EU zu regulieren. Dieses dürfe nicht abgeschwächt, sondern müsse verschärft werden, um den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier sowie der Umwelt zu erhalten und zu verbessern. Die von der EU-Kommission vorgeschlagene Deregulierung könnte dazu führen, dass es keine Sicherheitskontrollen, keine GVO-Kennzeichnung für Verbraucher*innen, keine Anforderungen an die Rückverfolgbarkeit und keine Überwachung nach dem Inverkehrbringen gibt. [km]

EU-Konsultation

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft

Umweltinstitut München

Corporate Europe Observatoy

Aurelia Stiftung

 

 

Weitere Konsultationen

Nicht nur zu Gentechnik, auch zu anderen Themen sammelt die EU-Kommission derzeit Input aus der Bevölkerung. Zu aktuell laufenden Konsultationen.