Offener Verbändebrief

Just Transition Fund ohne fossiles Gas!

06.10.2020

"Keine Förderung von Gas im Just Transition Fund" - so lautet die Forderung des Verbändebündnisses aus Umweltdachverband DNR, BUND, DUH, E3G, Germanwatch, Greenpeace und WWF an Bundesminister Peter Altmaier. Denn fossiles Gas ist nicht klimafreundlich und darf nicht mit öffentlichen Geldern gefördert werden.

Der Fonds für einen gerechten Übergang (Just Transition Fund – JTF) soll den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in den EU-Mitgliedstaaten unterstützen. Um das Ziel der Klimaneutralität in Europa bis spätestens 2050, besser 2040 zu erreichen, müssten die 17,5 Milliarden Euro umfassenden Finanzhilfen in ein 100 Prozent erneuerbares, effizientes und naturverträgliches Energie- und Wirtschaftssystem investiert werden, schreiben die Verbände.

"Gas kann keinesfalls als klimafreundlicher Energieträger angesehen werden und emittiert entlang seiner Förderungs- und Transportkette große Mengen an Treibhausgasen, insbesondere Methan. Der Einsatz von Erdgas muss daher auf ein Minimum reduziert werden und schnellstmöglich zum Erliegen kommen."

Offener Verbändebrief von DNR, BUND, DUH, E3G, Germanwatch, Greenpeace und WWF

Bundesminister Altmaier soll sich im EU-Rat dafür einsetzen, die Förderung von Gas aus den Mitteln des JTF auszuschließen, fordert das Bündnis. Denn wenn Kohleregionen in Deutschland und Europa jetzt den Aufbau von Gasinfrastruktur forcierten, drohe ein fossiler Lock-In auf Jahrzehnte, der das Ziel der Klimaneutralität unterminiere oder nur mit hohen volkswirtschaftlichen Kosten vermieden werden könne.

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