Rede zur Lage der Europäischen Union: DNR fordert Ende der fossilen Abhängigkeit

Berlin – Anlässlich der heutigen Rede zur Lage der Europäischen Union (SOTEU 2026) von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kommentiert Florian Schöne, Geschäftsführer des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring:
„Ursula von der Leyen hat eindrücklich aufgezeigt, vor welchen strategischen Herausforderungen Europa aktuell steht: Geopolitische Konflikte, steigende Lebenshaltungskosten, Klimakrise. Europas fossile Abhängigkeit verschärft diese Probleme. Die letzten Monate haben die Folgen der Klimakrise in Europa drastisch verdeutlicht: Waldbrände, Hitzewellen, Wassernotstände und massive Ernteausfälle. Allein in Deutschland schätzt man die wirtschaftlichen Kosten dieses Hitzesommers auf über 30 Milliarden Euro. Diese Monate waren wohl nur ein Vorgeschmack auf das, was Europa erwartet.
Von der Leyens „Lets make Europe’s future electric” ist ein guter Ansatz, doch dafür braucht es jetzt konkrete Maßnahmen. Die vorgeschlagenen Strategien für Klimaresilienz, Hitzewellenpläne und Wasserinitiativen, die auf Risikomanagement und Katastrophenvorsorge setzen, reichen nicht aus. Die EU-Kommission kennt die Lösungen: Ausstieg aus fossilen Energien, klare Rahmenbedingungen für Klimaneutralität, umfassende Kreislaufwirtschaft und Elektrifizierung auf Basis von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz. Gleichzeitig muss die EU intakte Ökosysteme und natürliche Senken wiederherstellen, um die Abwehrkräfte der Natur zu stärken. Hier sollte die EU-Kommission in den nächsten Monaten deutlich nachbessern.”
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