Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz ist überfällig

Zum Auftakt der Kabinettsklausur fordert der Deutsche Naturschutzring die Bundesregierung auf, den Weg für eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz freizumachen. Nur wenn Bund und Länder dauerhaft und verlässlich finanzieren, können Städte, Gemeinden und Landkreise Menschen, Natur und Infrastruktur wirksam vor den Folgen der Klimakrise schützen.
„Die Klimakrise wartet nicht. Tausende Hitzetote, extreme Dürren, Waldbrände und Ernteausfälle zeigen, wie stark sie bereits heute Natur, Gesundheit, Infrastruktur und Wirtschaft in Deutschland gefährdet. Die Kosten dieses Hitzesommers gehen in die Milliarden. Gleichzeitig fehlt vielen Kommunen das Geld für Vorsorge und Anpassungsmaßnahmen. Wer Menschen wirksam schützen will, muss jetzt in Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz investieren.
Die Bundesregierung muss die Klausur nutzen, um den Weg für eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz zu ebnen. Die Klimakrise erfordert gemeinsames Handeln von Bund, Ländern und Kommunen. Doch Klimaanpassung allein reicht nicht: Nur durch die konsequente Senkung der Treibhausgasemissionen, eine beschleunigte Energiewende und die Stärkung natürlicher Kohlenstoffspeicher wie Wälder, Moore und Auen lassen sich die Risiken der Klimakrise langfristig begrenzen”, so DNR-Präsident Kai Niebert.
Der Deutsche Naturschutzring betont, dass nicht nur die Umweltministerinnen und Umweltminister der Länder, sondern auch der Deutsche Städtetag und der Städte- und Gemeindebund das Vorhaben unterstützen. „Der Koalitionsvertrag sieht vor, eine Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung und Naturschutz zu prüfen. Diese Prüfung haben die Hitzewellen und Klimaschäden der Bundesregierung abgenommen. Jetzt muss sie handeln”, so Niebert.

Svenja Schünemann
Referentin für Naturschutz und Agrarpolitik



