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DNR fordert Kurswechsel in der Agrarpolitik: Steuergelder gezielt für Umwelt einsetzen
Pressestatement | 22.09.2026
#Biodiversität und Naturschutz #Bodenschutz #EU-Umweltpolitik #Landwirtschaft und Gentechnik #Tierschutz

DNR fordert Kurswechsel in der Agrarpolitik: Steuergelder gezielt für Umwelt einsetzen

Tracktor mäht eine Wiese mit Mohn- und Kornblumen.
© Carla Ulrich/wir-haben-es-satt.de

Berlin - Zum Auftakt der Herbst-Agrarministerkonferenz in Würzburg kommentiert DNR-Geschäftsführer Florian Schöne: 

„Der Hitzesommer hat erneut verdeutlicht, wie dringend wir in unsere natürlichen Lebensgrundlagen investieren müssen. Eine zukunftsfähige Landwirtschaft braucht besseren Wasserrückhalt, humusreiche Böden und eine intakte Artenvielfalt. Doch die Reformvorschläge zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 sind ein Schritt in längst vergessen geglaubte Zeiten: Sie zementieren pauschale Flächenprämien, schwächen Umweltstandards und lassen eine massive Finanzierungslücke beim Naturschutz. Die Vorschläge widersprechen dem breiten Konsens der Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) und den Zusagen aus dem Koalitionsvertrag.  

Die Agrarministerinnen und Agrarminister müssen sich dafür einsetzen, diesen Kurs zu korrigieren. Die Milliarden an Steuergeldern aus der EU-Agrarförderung müssen gezielt für Umwelt-, Klima- und Tierschutzleistungen eingesetzt werden. Andernfalls verliert die GAP ihre gesellschaftliche Legitimation. Statt die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur, wie von manchen Bundesländern gefordert, auszubremsen, müssen die GAP-Mittel konsequent auf ihre Umsetzung ausgerichtet werden. Eine deutliche Erhöhung der Gelder für Agrarumweltmaßnahmen ist eine Investition in die Krisenfestigkeit der Landwirtschaft, stärkt bereits ressourcenschonend wirtschaftende Betriebe und sichert die natürlichen Produktionsgrundlagen.“   


Weitere Informationen: 

Die gemeinsame Stellungnahme der Verbände-Plattform (September 2026) zur Ausgestaltung der zukünftigen Basisprämie für die GAP nach 2027 finden Sie hier 

Unter dem Motto „Schützt unser Wasser! Wir haben Überdüngung und Pestizide satt!“ protestiert ein breites Bündnis vor der Agrarministerkonferenz in Würzburg für mehr Natur-, Tier- und Umweltschutz. Weitere Informationen hier.  

Die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR) sowie des Sachverständigenrats für Umweltfragen (SRU) (Mai 2026) „Für eine zukunftsfähige Landwirtschaft: Gemeinsame Agrarpolitik und Wiederherstellungsverordnung zusammen denken“ finden Sie hier.

Kontakt für Rückfragen

Björn Pasemann

Koordinator für Naturschutz und Agrarpolitik

030 6781775-71

bjoern.pasemann@dnr.de

Daniel Hufeisen

Koordinator für Presse und Kommunikation

030 6781775-78

0151 70439974

daniel.hufeisen@dnr.de

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