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Deutscher Alpenverein vorbildlich im Klimaschutz
News | 24.11.2023
#Biodiversität und Naturschutz #Klima und Energie #Nachhaltigkeit

Deutscher Alpenverein vorbildlich im Klimaschutz

Alpengletscher
© DAV
Alpengletscher

Gestern hat der Deutsche Alpenverein (DAV) den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten. Ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung der Jury waren die Klimaschutzmaßnahmen des DAV.

DNR-Präsident Kai Niebert gratulierte dem DNR-Mitgliedsverband zur „wohlverdienten Anerkennung für das kontinuierliche Engagement des DAV, sich nicht nur vorrangig für den Schutz und den Erhalt unserer einmaligen alpinen Umwelt einzusetzen, sondern Klimaneutraliät auch konsequent in den eigenen Verbandsstrukturen umzusetzen“.

Niebert hob hervor, das Grundprinzip des DAV „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“ erfülle eine wertvolle Vorbildfunktion für die Verbände im DNR. Der Deutsche Alpenverein habe sich nicht nur als ein Vorreiter im nachhaltigen Tourismus und Naturschutz erwiesen, sondern hat auch die Öffentlichkeit für die Vulnerabilität der Alpenregionen sensibilisiert und eine Bergkultur geschaffen, in der verantwortungsvolle Outdoor-Aktivitäten, die Pflege von Wanderwegen und Kletterrouten mit dem nachhaltigen Einsatz für alpinen Naturschutz verbunden werden.

Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zählt zu den größten Auszeichnungen für ökologisches und soziales Engagement in Europa und wird jährlich vergeben. Partner des Preises sind unter anderem das Bundesumweltministerium, die Deutsche Industrie- und Handelskammer und der WWF.

Ziel: 30 Prozent Emissionen einsparen bis 2026

Dass der Klimaschutz für den Alpenverein eine zentrale Aufgabe ist, belegt auch seine Emissionsbilanzierung, die er Anfang dieser Woche (21.11.) vorstellte. Rund 51.000 Tonnen CO2-Äquivalente verursachte der Verband im vergangenen Jahr. Gut die Hälfte (52 Prozent) der Emissionen sind den rund 100.000 Veranstaltungen im Jahr zuzuordnen. Darunter fallen unter anderem die Kurse und Touren des DAV. Die An- und Abreise schlägt bei den Veranstaltungsemissionen am deutlichsten zu Buche (63 Prozent), gefolgt von den Übernachtungen (20 Prozent).

Aus dem Ergebnis der Bilanzierung leiten sich die weiteren Klimaschutzmaßnahmen ab und die Höhe der einzusparenden Emissionen – 30 Prozent Reduktion bis 2026 sind als Zwischenziel festgeschrieben, also über 15.000 Tonnen. Weitere Einsparziele bis 2030 werden auf der DAV-Hauptversammlung 2025 beschlossen. Erst ab 2030 sollen nicht vermeidbare Restemissionen kompensiert werden. (mb)

DAV-Emissionsbilanz 2022

DAV-Nachhaltigkeitspreis

 

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