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EU-Waldstrategie: Mitgliedstaaten pochen auf Eigenständigkeit
EU-News | 24.11.2022
#Biodiversität und Naturschutz #Wald

EU-Waldstrategie: Mitgliedstaaten pochen auf Eigenständigkeit

Rubrik_KlimaEnergie_Wald_c._Pixabay

Beim EU-Agrarrat diskutierten die Mitgliedstaaten den Vorschlag der EU-Kommission zur neuen europäischen Waldstrategie. Die Minister*innen forderten die Kommission auf, die EU-Staaten besser einzubeziehen und eine Fragmentierung der EU-Waldpolitik zu vermeiden.

Bei der Tagung des Rates der Agrar- und Fischereiminister*innen am vergangenen Montag forderten die Mitgliedstaaten die Kommission zu einer besseren Zusammenarbeit auf. Einen großen Wert legten die Minister*innen dabei auf die Subsidiarität der Maßnahmen. Sie forderten zudem eine Politik, die nah an den betroffenen Menschen stattfinden müsse. Kritisiert wurde außerdem eine mögliche Fragmentierung der Waldpolitik innerhalb der EU. Die große Anzahl parallellaufender Regularien, die den Wald betreffen, stelle auch Deutschland vor große Herausforderungen, so die Vertreterin des Bundeslandwirtschaftsministeriums, Helen Winter.

Im Juli letzten Jahres legte die EU-Kommission einen Vorschlag für eine neue Waldstrategie bis 2030 vor. Das Ziel der Strategie ist es, den Wald fit für die Anforderung des Klimawandels zu machen. Die Strategie beinhaltet unter anderem einen Schutz der letzten Urwälder Europas und das Pflanzen von drei Milliarden Bäumen bis 2030.

Schon damals kritisierten Naturschutzverbände die Strategie der Kommission. So kommentierte Raphael Weyland, NABU EU-Experte die Veröffentlichung der Waldstrategie: „Durch die fehlenden Nachhaltigkeits-Vorgaben und die unveränderte Einstufung von Waldbiomasse als Erneuerbare Energie im „Fit for 55"-Paket droht ein Verheizen vieler intakter Wälder Europas für die Energiegewinnung - mit gravierenden Folgen für Biodiversität und Klima.“ [fis]

Ergebnisse und weitere Themen des Rates für Landwirtschaft und Fischerei

Artikel bei Agra-Europe

Pressemitteilung NABU Juli 2021

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