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Mega-Agrarkonzern zum Schaden der Landwirtschaft
EU-News | 21.09.2016
#Landwirtschaft und Gentechnik

Mega-Agrarkonzern zum Schaden der Landwirtschaft

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c. Pixabay

Mitte September ist der bisher größte Deal der deutschen Wirtschaftsgeschichte abgeschlossen worden. Das deutsche Chemieunternehmen Bayer kaufte die US-amerikanische Saatgutfirma Monsanto für 66 Milliarden US-Dollar.

Sollten die Kartellbehörden und die Aktionäre von Monsanto der Fusion zustimmen, könnte der weltgrößte Konzern für Agrochemie entstehen. Monsanto steht seit Jahren wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem stellt der Konzern das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat her, das von der Krebs-Agentur der Weltgesundheitsorganisation als wahrscheinlich krebserregend eingestuft wird.

Umweltorganisationen kritisieren die Fusion der beiden Firmen. So befürchtet der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) eine marktbeherrschende Stellung des möglichen Megakonzerns in den Bereichen Saatgut, Gentechnik und Pestizide. Der Konzern werde künftig verstärkt diktieren wollen, was Landwirte anbauen dürfen und welche Produkte auf dem Markt verfügbar sind, sagte die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer. „Auch die Umwelt würde durch noch mehr Monokulturen und weitere Gentechpflanzen leiden.“

„Der Zusammenschluss ist eine sehr schlechte Nachricht für Bauern, Verbraucher, Umwelt und Natur", sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen im EU-Parlament Martin Häusling. Bayer werde nun im Saatgutmarkt in vielen Bereichen ein Monopol besitzen, mit fatalen Folgen für den Wettbewerb. Die deutschen Aufsichtsbehörden und die europäische Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager müssten das verhindern, forderte Häusling. [mbu]

Bayer zu Fusion

BUND

Häusling zu Fusion

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