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Schädigender Lärmpegel für 125 Millionen Europäer
EU-News | 06.01.2015
#Emissionen

Schädigender Lärmpegel für 125 Millionen Europäer

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25 Prozent der EU-BürgerInnen sind laut der Europäischen Umweltagentur (EEA) zu hohen Lärmbelastungen ausgesetzt. In ihrem Bericht Ende 2014 ermittelte sie 10.000 vorzeitige Todesfälle, 43.000 Krankenhauseinweisungen und 100.000 Fälle von erhöhtem Blutdruck, die sich auf Lärmbelastungen zurückführen lassen.

Verursacher von 89 Prozent der vorzeitigen Todesfälle durch Lärmbelastungen sei der Straßenverkehr gefolgt von Lärm durch Züge, Flugverkehr und Industrie. Zusätzlich fühlen sich 20 Millionen in städtischen Regionen lebenden EU-BürgerInnen von Lärm belästigt. Circa acht Millionen leiden unter lärmbedingten Schlafstörungen.

Mit großer Wahrscheinlichkeit müssen diese Zahlen noch verdoppelt werden, schreibt die EEA in ihrem Bericht. Denn die Daten von der Hälfte der EU-Mitgliedstaaten fehlen noch. Die Weltgesundheitsorganisation sieht Lärmbelästigung sogar als hauptsächliche durch Umweltverschmutzung hervorgerufene Ursache für Erkrankungen an – noch vor der Feinstaubbelastung in der Luft.

Die europäische Umweltlärmrichtlinie von 2002 legt keine verbindlichen Grenzwerte für Lärmbelästigung fest. [es]

EEA-Bericht zu Lärmbelastung (engl.)
PM der EEA zu Lärmbelastung (engl.)

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