Service & Termine

Studie: Europawahl droht antieuropäische Protestwahl zu werden

26.04.2019

Einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge könnten die Wähler*innen mehrheitlich gegen, statt für eine Partei stimmen. Jede*r zehnte Europäer*in will für rechtspopulistische oder rechtsextreme Parteien stimmen.

Zwei Drittel aller befragten Europäer*innen (68 Prozent) gaben an, an der Europawahl teilnehmen zu wollen. In Deutschland sagen dies sogar fast drei Viertel aller Wahlberechtigten (73 Prozent). Doch bei ihrer Wahlentscheidung könnten sich die Wähler*innen mehrheitlich von ihrer Ablehnung gegen bestimmte Parteien leiten lassen.

Im Durchschnitt aller Parteien identifizieren sich nämlich nur rund sechs von 100 Wahlberechtigten (6,3 Prozent) positiv mit einer Partei. Dagegen hat fast jede*r Zweite (rund 49 Prozent) eine negative Parteiidentität, lehnt also eine oder sogar mehrere Parteien vollständig ab.

6,2 Prozent der Befragten erklärten, sicher linksextreme oder linkspopulistische Parteien zu wählen. Der Anteil derjenigen, die in jedem Fall die Grünen wählen wollen, liegt laut der Erhebung bei 4,4 Prozent.

Das geht aus der Bertelsmann-Analyse auf Basis einer Umfrage zu den Wahlabsichten bei der Europawahl 2019 hervor. Für die Studie „Europa hat die Wahl“ wurden in zwölf EU-Mitgliedstaaten insgesamt 23.725 Wahlberechtigte befragt.

Die Europawahl findet in Deutschland am Sonntag, den 26. Mai statt. Die Kampagne #natürlichEuropa ruft dazu auf, proeuropäisch zu wählen. [aw]

Studie der Bertelsmann Stiftung „Europa hat die Wahl“   

Kampagne #natürlichEuropa

Steckbrief der EU-Koordination zur Europawahl 2019

Infopool des DNR zur Europawahl