Wasser & Meere

Kompromiss zur Wasserwiederverwendung auf dem Acker

03.12.2019

Parlament und Rat haben sich interinstitutionell auf Qualitätsanforderungen für die Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft geeinigt. Die EU-Kommission begrüßte die vorläufige Einigung. Sie hatte im Mai 2018 einen Vorschlag vorgelegt. Besonders dürregeplagte Mitgliedstaaten setzen auf Gebrauchtwasser in der Landwirtschaft.

Im Januar hatte sich das EU-Parlament mit dem Thema befasst (EU-News 23.01.2019). Die neuen Vorschriften enthalten harmonisierte Mindestanforderungen an die Wasserqualität und deren Überwachung sowie Transparenzvorschriften für die sichere Wiederverwendung von behandeltem kommunalem Abwasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung. Damit soll sowohl etwas gegen Wasserverschwendung und für die Anpassung an den Klimawandel als auch für die Sicherheit von Lebensmitteln und die Umwelt getan werden.

Mit dem Vorschlag werde eine der Verpflichtungen aus dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft verwirklicht und der bestehende EU-Rechtsrahmen für Wasser und Lebensmittel vervollständigt. Darüber hinaus trage er zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen innerhalb der EU (namentlich des Ziels 6 „Wasser und Sanitärversorgung“) sowie zu Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel bei, so die EU-Kommission.

Wenn Rat und Parlament formal zugestimmt haben, werden die neuen Vorschriften im EU-Amtsblatt veröffentlicht und treten 20 Tage danach in Kraft. [jg]

Pressemitteilung EU-Kommission mit weiteren Links