Wasser & Meere

Wasserschutz: Verbände kritisieren "Wunschliste" der Wirtschaftslobby

15.05.2019

Würden die Wirtschaftslobbyisten mit ihrer Wunschliste nach Veränderungen im europäischen Wasserrecht durchkommen, hätte dies womöglich verheerende Auswirkungen auf Flüsse, Bäche und Seen. Ein neues Hintergrundpapier der Living Rivers Coalition zeigt, wie industrielle Landwirtschaft, Wasserkraft und Bergbau sowie verschiedene deutsche Induistrievereinigungen das EU-Ziel, bis 2027 einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen, zu verwässern suchen. Die Umweltverbände sehen auffällige Parallelen zur Position einiger Mitgliedstaaten. Dies werfe ernsthafte Fragen danach auf, wo deren wahre Interessen eigentlich lägen.

Am 20. und 21. Mai findet ein informelles Treffen der EU-UmweltministerInnen im rumänischen Bukarest statt. Dabei soll es unter anderem um Fragen der Wasserbewirtschaftung in der EU gehen. Das von den in der Koalition organisierten Verbänden WWF, Europäisches Umweltbüro (EEB), Wetlands International, der Europäischen Anglerallianz und European Rivers Network entwickelte Hintergrundpapier wurde am Mittwoch zusammen mit einem Brief an die MinisterInnen veröffentlicht. Die Koalition setzt sich darin für die Beibehaltung und konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie ein, um die Umwelt und die menschliche Gesundheit zu schützen. Auch die Zivilgesellschaft in Europa unterstützt einen strengen Wasser- und Gewässerschutz in der EU (#protectwater, 375.386 Stimmen für sauberes Wasser). [jg]

Pressemitteilung EEB

Brief an die EU-UmweltministerInnen

Hintergrundpapier: Weakening the EU Water Law: Industry's Wish List