Abfall

Neuer Grenzwert für Müll am Strand

24.09.2020

Seit vergangener Woche müssen die Mitgliedstaaten der EU dafür sorgen, dass sich an ihren Stränden nur noch höchstens 20 Abfallteile pro 100 Meter befinden. Der neue EU-weite Grenzwert wurde im Rahmen des Coastal Clean-up Days eingeführt.

Die neue Vorgabe ist Teil der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der EU und soll zu den Zielen der Plastikstrategie beitragen, die Verschmutzung der Umwelt und insbesondere der Meere durch Plastikabfälle zu reduzieren. Als einzelner Abfall zählt demnach jeder weggeworfene Gegenstand mit mehr als 2,5 Zentimeter Länge. In den letzten Jahren seien an europäischen Stränden rund 300 Abfallteile pro 100 Meter Küstenlinie gezählt worden, teilte der wissenschaftliche Dienst der EU-Kommission mit. EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius forderte die „Behörden der Mitgliedstaaten“ entsprechend auf, „die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um abfallfreie Strände zu erreichen.“

Neben dem Schwellenwert für Abfall am Strand will die EU-Kommission noch weitere Grenzwerte festlegen, beispielsweise für „Meeresbodenstreu, Mikrokunststoffe und die Auswirkungen von Streu auf das Meeresleben.“ [km]

Pressemitteilung der EU-Kommission

Plastik in der EU

2018 sagte die EU-Kommission der Plastikverschmutzung in der EU den Kampf an und veröffentlichte ihre Plastikstrategie. Seitdem geistern Begriffe wie Einwegplastikverbote, Herstellerverantwortung, Bioplastik, Recyclingfähigkeit und Trinkhalmalternativen durch die EU. Doch worum genau geht es eigentlich? Das Factsheet der EU-Koordination bringt Licht ins Dunkel und schafft einen Überblick über die Inhalte der Plastikstrategie und der neuen Richtlinie gegen Einwegplastik in der Umwelt.