Wasser & Meere

Zeit läuft: Rettungsplan zum Schutz der Meere

28.01.2020

Mindestens 30 Prozent der Meeresgebiete sollen bis 2030 geschützt, der Wandel zu einer nachhaltigen Fischerei mit geringen Auswirkungen geschafft und die Ozeane schadstofffrei sein. Das ist ein Teil der am Montag veröffentlichten Forderungen im "Blauen Manifest", das über 100 Umwelt- und Meeresschutzorganisationen unterstützen.

Angeführt von Seas At Risk, BirdLife Europe, ClientEarth, Oceana, Surfrider Foundation Europe und dem WWF hat die Zivilgesellschaft einen Rettungsplan gestartet, um die Meere bis 2030 gesunden zu lassen. Dafür seien erhebliche Anstrengungen an Land und auf dem Wasser notwendig. Das Manifest enthält konkrete Maßnahmen, die bis zu festgelegten Terminen umgesetzt werden müssen. Hierzu gehört auch die Wiederherstellung von funktionierenden Meeresökosystemen. Die unterzeichnenden Organisationen fordern die EU-Kommission auf, die Meere als einen integralen Bestandteil des Europäischen "Green Deal" zu sehen und entschieden die im Manifest vorgeschlagenen Leitlinien zu befolgen.

Die Lage in den Meeresökosystemen auf der ganzen Welt ist katastrophal, wie der "Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima (SROCC)" des Weltklimarates (IPCC) im September (EU-News 26.09.2019) ebenso zeigte wie der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) mit seinem Bericht im Mai letzten Jahres (EU-News 07.05.2019). Bei den "dringend erforderlichen Maßnahmen", um diese Herausforderungen zu bewältigen, könne Europa eine führende Rolle spielen. [jg]

Pressemitteilung Seas At Risk

Blue Manifesto

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