Gemeinsame Analyse

Kandidat*innen für SPD-Vorsitz im Klimacheck

11.10.2019

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Campact, die Deutsche Umwelthilfe, der Deutsche Naturschutzring (DNR), die NaturFreunde Deutschlands, der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der WWF Deutschland haben die umweltpolitischen Positionen der Kandidat*innen für den SPD-Parteivorsitz analysiert und bewertet.

Aus Sicht der Umweltverbände macht es umweltpolitisch einen großen Unterschied, welches Kandidat*innenpaar als neue SPD-Vorsitzende gewählt wird. Besonders hervorzuheben sind an dieser Stelle die guten Positionen der Kandidatenduos Saskia Esken/Norbert Walter-Borjans und Nina Scheer/Karl Lauterbach. Nicht alle Kandidat*innenpaare haben geantwortet und sind in den Dialog mit der Umweltbewegung getreten. Geantwortet haben insgesamt vier der sieben Duos, drei haben abgesagt.

Wir appellieren an die Mitglieder der SPD, die Neuwahl der Parteivorsitzenden und die Neuaufstellung zu nutzen, um innerhalb der Partei intensiv zu diskutieren, wie die SPD die Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels erreichen möchte.

„Politikerinnen und Politiker stehen vor der Aufgabe, die sozial und ökologisch gerechte Transformation unserer Gesellschaft zu gestalten“, erklären die Verbände gemeinsam. „Wenn sie jetzt nicht handeln, schreitet die Klimakrise ungebremst voran. Es ist in unseren Augen unverzichtbar, dass die Sozialdemokratie zu einer starken Stimme im Klimaschutz wird und alles dafür tut, das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten.“

Befragt wurden die Kandidat*innen zu Maßnahmen und Strategien zur Einhaltung des 1,5-Grad-Ziels – insbesondere zu ihren Positionen beim Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas sowie bei der Beendigung klimaschädlicher Subventionen und Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Auch nach ihren Vorstellungen zur CO2-Bepreisung sowie zur Verkehrs- und Agrarwende wurden die SPD-Politiker*innen gefragt.

Die Bewertung der Umweltverbände finden sie unter folgendem Link: www.dnr.de/spdcheck

Mehr Informationen
Eil-Appell Die Uhr tickt: Es braucht ein konkretes Klimaschutzpaket bis zur Weltklimakonferenz in Chile. Den Eil-Appell „Klimakrise: Anpacken statt kapitulieren“ an Kanzlerin Merkel und die Mitglieder des Klimakabinetts finden Sie unter: www.das-klima-kippt.de 

#notmyklimapaket