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Erfolg auf dem Dach in Gefahr: Warum Photovoltaik für die Energiewende unverzichtbar ist
Gemeinsame Pressemitteilung des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring mit BUND, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NABU, Umweltinstitut München und WWF | 15.04.2026
#Klima und Energie

Erfolg auf dem Dach in Gefahr: Warum Photovoltaik für die Energiewende unverzichtbar ist

Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses

Berlin - Die Organisationen BUND, Deutsche Umwelthilfe, Greenpeace, NABU, Umweltinstitut München und WWF haben heute gemeinsam mit dem Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) ein Papier zur Zukunft der Photovoltaik (PV) auf Gebäuden vorgelegt. Darin warnen sie eindringlich vor einer energiepolitischen Fehlsteuerung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und fordern, die Dach-PV als zentralen Baustein einer sicheren, gerechten und klimaneutralen Energieversorgung konsequent zu stärken. 

Wer die Energiewende will, darf die Dach-PV nicht schwächen, erklären die Umweltschutzorganisationen. Wer sie jetzt ausbremst, nimmt bewusst mehr fossile Abhängigkeit in Kauf. Die aktuellen Überlegungen aus dem Haus von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche würden insbesondere kleine Dachanlagen massiv einschränken, die Energiewende insgesamt bremsen und die gesellschaftliche Akzeptanz untergraben. Die Folgen wären gravierend: Private Investitionen in Milliardenhöhe würden ausgebremst, günstiger Strom verteuert, regionale Wirtschaftskreisläufe geschwächt und das Vertrauen in verlässliche politische Rahmenbedingungen erschüttert.

Schon heute ist PV auf Dächern längst eine tragende Säule der Energieversorgung: Rund zwei Drittel der installierten PV-Leistung in Deutschland entfallen auf Gebäude. Millionen Anlagen auf Wohnhäusern, Gewerbedächern und öffentlichen Gebäuden liefern sauberen Strom genau dort, wo er gebraucht wird: Schnell, effizient und ohne zusätzlichen Flächenverbrauch.

Gerade kleine Dachanlagen sind dabei von zentraler Bedeutung. Sie ermöglichen Bürger*innen, Kommunen und mittelständischen Betrieben, aktiv an der Energiewende teilzunehmen, stärken das Handwerk und schaffen regionale Wertschöpfung.

In ihrem Papier machen die Umweltorganisationen deutlich, warum Dach-PV unverzichtbar ist:

  • PV-Dachanlagen bringen den Klimaschutz voran
  • Sie machen unabhängig von fossilen Importen und stärken damit die Resilienz des Energiesystems
  • Sie nutzen bereits versiegelte Flächen und sind ein Gewinn für die Natur
  • Sie senken den Strompreis und stärken die Solidarität im Energiesystem
  • Sie sorgen für Jobs und generieren lokale Wertschöpfung
  • Sie begünstigen weitere private Investitionen in die Elektrifizierung
  • Sie stärken die Akzeptanz für die Energiewende und schaffen echte Teilhabe

Nach Auffassung der Umweltorganisationen ist besonders in Zeiten geopolitischer Krisen und steigender Lebenshaltungskosten eine Energiepolitik unerlässlich, die Sicherheit, Bezahlbarkeit und Klimaschutz zusammenbringt. 

Das Papier finden Sie hier.

Tobias Pforte-von Randow

Koordinator Politik & Gesellschaft - stllv. politischer Geschäftsführer

030 6781775-913

tobias.pfortevonrandow@dnr.de

Melissa Ihlow

Referentin für Pressearbeit und Social Media

0160 5526852

melissa.ihlow@dnr.de

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