Milliarden für fossile Kraftwerke: StromVKG ist klimapolitischer Offenbarungseid

Berlin – Anlässlich der heute im Ausschuss für Wirtschaft und Energie stattfindenden Anhörung zum „Gesetz zur Sicherung der Versorgungssicherheit Strom und zur Bereitstellung neuer Kapazitäten und zur Änderung der Besonderen Gebührenverordnung BNetzA (StromVKG)“ kommentiert Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings:
„Der derzeitige Entwurf des StromVKG ist ein klimapolitischer Offenbarungseid. Statt die Lehren aus der Energiekrise zu ziehen, lenkt die Bundesregierung Milliarden in neue fossile Kraftwerke und verlängert damit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Gleichzeitig werden klimafreundliche Alternativen wie Speicher und Flexibilitätsoptionen benachteiligt und milliardenschwere Folgekosten riskiert. Wer Klimaneutralität bis 2045 ernst meint, darf heute keine fossile Infrastruktur fördern, die noch Jahrzehnte nachwirken wird. Die Abgeordneten stehen jetzt in der Verantwortung, diesen Gesetzentwurf grundlegend zu korrigieren. Andernfalls drohen höhere Strompreise, neue Importabhängigkeiten und ein schwerer Rückschlag für den Klimaschutz und die Energiewende.”
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Birthe März
Referentin für Klima- und Energiepolitik, insbesondere erneuerbare Energien und Gebäude



