EU-Elektrifizierungsaktionsplan: Elektrifizierung muss Hand in Hand mit europäischer Energiewende gehen

Berlin/Brüssel – Heute hat die EU-Kommission ihren Elektrifizierungs-Aktionsplan vorgestellt. In diesem kündigt sie an, ein indikatives EU-Elektrifizierungsziel von 46 Prozent bis 2040 zu prüfen. Dazu kommentiert Kai Niebert, Präsident des Deutschen Naturschutzrings (DNR):
„Mit dem EU-Elektrifizierungsaktionsplan hat die EU-Kommission heute ein wichtiges Signal gesetzt. Elektrifizierung ist zentral für die europäische Resilienz und Unabhängigkeit: Wenn wir mit Wärmepumpen heizen, Fahrzeuge elektrisch antreiben und industrielle Prozesse mit erneuerbarem Strom statt mit fossilen Energien betreiben, macht das Europa unabhängiger von teuren Energieimporten und widerstandsfähiger gegenüber Energiepreisschwankungen und geopolitischen Krisen.
Das im Elektrifizierungs-Aktionsplan vorgeschlagene Elektrifizierungsziel ist jedoch nicht ausreichend. Die Bundesregierung muss sich jetzt dafür einsetzen, dass Europa bis 2040 eine Elektrifizierungsquote von mindestens 60 Prozent erreicht. Das ist notwendig, um die fossile Energiekrise schnellstmöglich zu bewältigen und auf Kurs zur Klimaneutralität zu bleiben. Damit die Elektrifizierung wirklich erfolgreich ist, muss sie Hand in Hand mit einer Stärkung der europäischen Energiewende gehen. Dafür muss die Bundesregierung jetzt gezielte Maßnahmen unterstützen, die uns raus aus den Fossilen und hin zu Erneuerbaren und Energieeffizienz bringen: Verbindliche EU-Ziele für den Ausbau Erneuerbarer Energie und Energieeffizienz nach 2030, ein verlässlicher Emissionshandel und keine Abschwächung bestehender Gesetze im Gebäude-, Verkehrs- und Industriebereich“.
Kontakt für Rückfragen

Judith Hermann
Projektreferentin für EU-Klima- und Energiepolitik



