Pressemitteilung

DNR fordert konsequente Umsetzung der Klimaschutzziele von Bundesregierung

25.11.2017

Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) hat heute im Rahmen seiner Mitgliederversammlung eine gemeinsame Erklärung verabschiedet, in der die Umsetzung der verbindlichen Ziele im Bereich Klimaschutz unabhängig von zukünftigen Regierungsbündnissen gefordert wird. Die Delegierten der Umweltverbände appellieren an die zukünftigen Regierungsparteien, alles Notwendige zu tun, um das Pariser Klimaschutzabkommen sowie die nationalen Ziele für 2020 und 2030 in Deutschland zu erreichen und die Globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) umzusetzen. Dazu gehörten an erster Stelle der schnelle Einstieg in einen sozialverträglichen Kohleausstieg, wirksame Maßnahmen für eine echte Verkehrswende und eine grundlegende Reform der Agrarpolitik.

In diesem Zusammenhang warnten die DNR-Mitgliedsorganisationen vor einem leichtfertigen Umgang mit Neuwahlen. 

„Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche stehen alle vor der großen Frage, wie es politisch weitergeht. Wir nehmen Bundestag und Bundesregierung in die Pflicht, die Nachhaltigkeits- und Klimaziele umzusetzen.“

Kai Niebert

„Nach dem Scheitern der Sondierungsgespräche stehen alle vor der großen Frage, wie es politisch weitergeht. Wir nehmen Bundestag und Bundesregierung in die Pflicht, die Nachhaltigkeits- und Klimaziele umzusetzen“, sagte DNR-Präsident Kai Niebert. Es gehe heute nicht in erster Linie darum, wie sich die Parteien einigten, sondern um die Notwendigkeit, endlich konkret zu handeln. „Alle politischen Parteien sind aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und Politik im Interesse unserer natürlichen Lebensgrundlagen und künftiger Generationen zu machen. In den kommenden Jahren brauchen wir einen Quantensprung in der Energie- und Klimapolitik sowie in der Verkehrs- und Agrarpolitik“, so Niebert weiter.

Der ehemalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer richtete in seinem Grußwort den Blick auf die vom Menschen gemachten Probleme und Lösungen dafür. Im Anthropozän dürfe man nicht der verzweifelten Versuchung erliegen, durch Technik verursachte Probleme nur mit neuer Technik lösen wollen.
Bei der Wahl zum Beisitzer im Präsidium wählten die DNR-Mitglieder Dr. Elke Baranek. Die Geschäftsführerin von EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der Nationalen Naturlandschaften, füllt damit den vakanten Platz im DNR-Präsidium.

Neu in den DNR aufgenommen wurden der Bundesverband Boden e.V., die Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH), Naturgarten e.V., WWF Deutschland und der Verkehrsclub Deutschland e.V. (VCD). Damit vertritt der DNR nunmehr 90 Mitgliedsorganisationen, mit denen über zehn Millionen Menschen erreicht werden.

KONTAKT