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„Hände weg von der Natur!“: Umweltorganisationen und bereits über 345.000 Menschen warnen vor Angriff auf zentrale Umweltgesetze
Gemeinsame Pressemitteilung von BBN, BUND, BUND Naturschutz in Bayern e.V., ClientEarth, DAV, Deutscher Naturschutzring, Deutsche Umwelthilfe, Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, LNV Bayern und weiteren Organisationen | 11.03.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Klima und Energie #Landwirtschaft und Gentechnik #Politik und Gesellschaft

„Hände weg von der Natur!“: Umweltorganisationen und bereits über 345.000 Menschen warnen vor Angriff auf zentrale Umweltgesetze

Teilnehmer*innen am Deutschen Naturschutztag fordern "Hands Off Nature"
© Jörg Farys
Aktiv für den Naturschutz - die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am diesjährigen Deutschen Naturschutztag fordern "Hands Off Nature"

Berlin – Anlässlich der Eröffnung des 38. Deutschen Naturschutztags in Berlin warnen die im Deutschen Naturschutzring organisierten Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen BBN, BUND, BUND Naturschutz in Bayern e.V., ClientEarth, Deutscher Alpenverein, Deutsche Umwelthilfe, Helversen´sche Stiftung für Arten- und Biotopschutz, Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V., Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., NABU, NaturGarten e.V., Pro Wildlife, Succow Stiftung, VdHK, VFD, Verein zum Schutz der Bergwelt e.V. und WWF Deutschland eindringlich vor aktuellen politischen Bestrebungen, zentrale Umweltgesetze zu schwächen. 

„Unter dem Vorwand von Bürokratieabbau und Beschleunigung erfolgt aktuell ein massiver Angriff auf den Natur- und Umweltschutz in Europa. Gemeinsam mit bislang über 345.000 Bürgerinnen und Bürgern in der EU sagen wir daher: Hände weg von der Natur!“, erklären die beteiligten Organisationen. „Wenn Gesetze geschwächt werden, die unser Wasser, unsere Böden und die Artenvielfalt schützen, gefährden wir damit auch unsere Gesundheit, unsere Lebensqualität und unsere Volkswirtschaft“, so die Organisationen. 

Der Abbau grundlegender Umweltgesetze und Standards verursacht hohe Kosten für die Gesellschaft: etwa durch Umweltverschmutzung, Klimaschäden, Ernteausfälle oder steigende Gesundheitskosten. Nach Angaben des Weltwirtschaftsforums ist über die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung direkt oder indirekt von der Natur und den Leistungen ihrer Ökosysteme abhängig.  

„Angesichts der sich zuspitzenden Biodiversitäts- und Klimakrise können wir es uns als Gesellschaft nicht leisten, Umweltgesetze auszuhöhlen. Solche Pläne würden über Jahrzehnte erkämpfte Fortschritte im Umweltschutz leichtfertig aufs Spiel setzen. Wer den Schutz unserer Lebensgrundlagen kurzfristigen wirtschaftlichen Interessen opfert, handelt verantwortungslos gegenüber der Natur und künftigen Generationen. Naturschutz ist unverzichtbare Voraussetzung für Wohlstand und Sicherheit“, ergänzen die Organisationen. 

Aktuell droht die Überprüfung und Abschwächung einer Vielzahl europäischer Umweltgesetze. Hierzu zählen u.a. die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie), die Vogelschutzrichtlinie, die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), die Wiederherstellungsverordnung (W-VO), die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), die Nitratrichtlinie, die EU-Chemikalienverordnung (REACH), die EU-Entwaldungsverordnung (EUDR), eine Abschwächung von Umweltprüfungen bei Infrastrukturprojekten, die Entkernung von Umweltstandards in der EU-Agrarförderung (GAP) sowie eine unbefristete Zulassung von Pestiziden.

Die Organisationen fordern die Bundesregierung und die EU-Kommission auf, die bestehenden Umweltgesetze zu verteidigen, das europäische Naturschutzrecht nicht aufzuschnüren und geplante Abschwächungen klar zurückzuweisen.

Hintergrund:

Gemeinsam mit weiteren europäischen und deutschen Umweltorganisationen wurden im Rahmen der Kampagne „Hands Off Nature“ bereits über 345.000 Unterschriften gegen eine Aufweichung europäischer Umweltgesetze gesammelt. Die Unterschriftensammlung läuft noch weiter.

Weitere Informationen zur Kampagne finden Sie hier: https://handsoffnature.eu/

Fotos:

Aktuelle Fotos vom Deutschen Naturschutztag (unter Angabe des Credits: Jörg Farys) finden Sie hier: Picdrop 

Kontakt für Rückfragen

Svenja Schünemann

Referentin für Naturschutz und Agrarpolitik

030 6781775-912

svenja.schuenemann@dnr.de

Melissa Ihlow

Referentin für Pressearbeit und Social Media

0160 5526852

melissa.ihlow@dnr.de

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