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Umweltorganisationen warnen: Bundesregierung darf Dach-PV nicht ausbremsen. Fossile Abhängigkeiten zementieren ist keine Energiepolitik!
Gemeinsame Pressemitteilung vom Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring gemeinsam mit seinen Mitgliedern BUND, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace, NABU, Umweltinstitut München und WWF | 05.03.2026
#Klima und Energie

Umweltorganisationen warnen: Bundesregierung darf Dach-PV nicht ausbremsen. Fossile Abhängigkeiten zementieren ist keine Energiepolitik!

Photovoltaikanlage auf einem Einfamilienhaus-Dach

Berlin - Vor dem Hintergrund der laufenden Diskussionen zur EEG-Novelle und dem Netzpaket appelliert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring mit seinen Mitgliedern BUND, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, Umweltinstitut München und WWF eindringlich an die Bundesregierung, die dezentrale Energiewende nicht abzuwürgen. Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleine PV-Dachanlagen und deren überstürzte Überführung in die Direktvermarktung gefährden eine zentrale Säule der Energiewende. So werden fossile Abhängigkeiten zementiert mit fatalen Folgen für Stromkosten, Energiesouveränität und -sicherheit.

„Wir fordern die Bundesregierung auf, sich klar zu einer zukunftsgerichteten Energiepolitik zu bekennen. Die Einspeisevergütung für kleine PV-Anlagen ist das Rückgrat privater Investitionen in erneuerbare Energien. Sie muss erhalten bleiben, bis praktikable und faire Alternativen etabliert sind”, so die Organisationen.

Kleine Dachanlagen sind das tragende Fundament der dezentralen Energiewende und Ermöglichungstechnologie für klimaneutrale Anwendungen wie Wärmepumpen und E-Mobilität. Sie erlauben es Bürger*innen, Handwerksbetrieben, Landwirt*innen und Kommunen, selbst Strom zu erzeugen und Teil der Lösung zu sein. Sie schaffen Arbeitsplätze, lokale Wertschöpfung und nutzen bereits versiegelte Flächen. Vor allem aber machen sie unabhängig von fossilen Energieimporten und fördern die Akzeptanz der Energiewende.

Die nun diskutierten Eingriffe senden aus Sicht der Organisationen ein falsches Signal: Wer Planungssicherheit zerstört, riskiert einen Investitionseinbruch. Die Realität ist klar: Für eine wirtschaftlich tragfähige Direktvermarktung im Segment kleiner Dachanlagen fehlen derzeit die technischen, digitalen und organisatorischen Voraussetzungen. Standardisierte, massentaugliche Modelle existieren nicht, die Infrastruktur ist nicht vorbereitet. 

Der Angriff auf die Dach-PV steht aus Sicht der Organisationen zudem nicht isoliert. „Wir sehen in den Plänen zur EEG-Novelle, dem Netzpaket und dem Gebäudemodernisierungsgesetz ein energiepolitisches Rollback. Statt konsequent erneuerbare Strukturen zu stärken, droht eine Politik, die fossile Abhängigkeiten verlängert und neue schafft.“

Was es braucht, sind standardisierte Netzanschlussverfahren, flexible Anschlussvereinbarungen, netzoptimierte Ausschreibungen, eine gezielte Förderung von Flexibilitäten und Speichern, eine Stärkung der Bürger*innenenergie sowie einen beschleunigten und digitalisierten Netzausbau.

Den Verbändeappell finden Sie hier.

Birthe März

Referentin für Klima- und Energiepolitik, insbesondere erneuerbare Energien und Gebäude

030 6781775-917

birthe.maerz@dnr.de

Melissa Ihlow

Referentin für Pressearbeit und Social Media

0160 5526852

melissa.ihlow@dnr.de

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