Deutsche Umwelt- und Klimaorganisationen fordern Sofortprogramm gegen die fossile Importkrise der EU

Angesichts der zunehmend offensichtlichen und riskanten Abhängigkeiten Europas von Öl und Gas aus dem Ausland ist eine rasche Neuausrichtung der europäischen Energiepolitik und die Einführung einer fossilen Übergewinnsteuer dringend überfällig.
Berlin – Vor dem informellen Treffen der Regierungschefinnen und -chefs der EU-Mitgliedstaaten heute Abend appellieren deutsche Umwelt- und Klimaschutzorganisationen an die Spitzen der EU-Mitgliedstaaten, die fossile Import- und Energiekrise zum Anlass für grundlegende Reformen zu nehmen. In einem gemeinsamen Papier fordern die Organisationen, die Abhängigkeit der EU von fossilen Importen schnell zu reduzieren und den Klima- und Naturschutz zu stärken.
Die Folgen des Iran-Krieges machen unmissverständlich klar, dass das fossile Wirtschaftsmodell in einer tiefen Krise steckt. Die Abhängigkeit der EU von Öl und Gas bedroht den europäischen Wohlstand fundamental. In der Folge ist die EU geopolitisch verwundbar und Menschen und Wirtschaft in ganz Europa sind plötzlichen Preisschocks ausgesetzt. Gleichzeitig profitieren die fossilen Konzerne von der Krise.
Unter Berücksichtigung eines sozialen Ausgleichs und einer nachhaltigen Neuausrichtung der Wirtschaft ist nach Überzeugung der beteiligten Organisationen jetzt der Zeitpunkt gekommen, sich aus der Abhängigkeit fossiler Energieimporte zu befreien. Konkret fordern die Organisationen von den Spitzen der EU-Länder deshalb eine Beschleunigung der Elektrifizierung, die Einführung einer fossilen Übergewinnsteuer, ein Bekenntnis zur Antriebswende, mehr Geld für den Klima- und Naturschutz, ein Ende fossiler Subventionen, einen wirksamen Emissionshandel und eine von fossilen Energien unabhängige Landwirtschaft.
EU-Sofortprogramm gegen die fossile Importkrise: Der Weg in eine nachhaltige und unabhängige Zukunft
Den Appell unterstützen: Deutscher Naturschutzring, Klima-Allianz Deutschland, Transport and Environment Deutschland, BUND, DUH, Euronatur, Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, Germanwatch, NABU und WWF Deutschland
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