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EU-Agrarförderung konsequent auf Naturwiederherstellung ausrichten
Pressestatement | 13.05.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Landwirtschaft und Gentechnik

EU-Agrarförderung konsequent auf Naturwiederherstellung ausrichten

Blick auf einen Waldrand mit Ackerland unter wolkig-blauem Himmel
© pixabay / RitaE

Berlin - Anlässlich der Übergabe der neuen Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Biodiversität und Genetische Ressourcen sowie des Sachverständigenrats für Umweltfragen an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer erklärt DNR-Geschäftsführer Florian Schöne: 

„Das neue Gutachten sendet ein klares Signal an Bundesminister Rainer: Die EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur muss als Chance für eine zukunftsfähige Landwirtschaft genutzt werden. Eine Stärkung der biologischen Vielfalt und der von ihr getragenen Ökosystemleistungen wie Bestäubung oder Wasserrückhalt ist unerlässlich, damit die landwirtschaftliche Produktion langfristig gesichert werden kann. Um die Wiederherstellungsverordnung umzusetzen, stehen die notwendigen Instrumente zur Verfügung – wichtig ist, die EU-Agrarmilliarden konsequent zu nutzen, um Umwelt-, Klima- und Tierschutzmaßnahmen der Betriebe deutlich auszuweiten.“  

Nach Ansicht des DNR drohen mit Blick auf die Vorschläge der EU-Kommission zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2027 massive Rückschritte: Pauschale Flächenprämien sollen zementiert und Umweltstandards weiter geschwächt werden. Bislang fehlen verbindliche Budgets für Agrarumweltmaßnahmen vollständig. Dies benachteiligt ausgerechnet die Betriebe, die bereits heute umfangreiche Gemeinwohlleistungen erbringen.  

„Die Bundesregierung muss sich auf EU-Ebene für verbindliche Mindestbudgets für Umweltmaßnahmen einsetzen. Zudem müssen die GAP-Mittel konsequent auf die Umsetzung der EU-Verordnung zur Naturwiederherstellung ausgerichtet werden. Die Anreize für Klima-, Umwelt- und Tierschutzleistungen deutlich zu erhöhen, entspricht dabei nicht nur dem Koalitionsvertrag von CDU/CSU und SPD, sondern auch dem gesellschaftlichen Konsens der Zukunftskommission Landwirtschaft.“ 


Links:

Die gemeinsame Stellungnahme der Verbände-Plattform (November 2025) zu den notwendigen Nachbesserungen der Kommissionsvorschläge für die GAP nach 2027 finden Sie hier.  

Die Stellungnahme des Wissenschaftlichen Beirats für Biodiversität und Genetische Ressourcen sowie des Sachverständigenrats für Umweltfragen finden Sie hier. 

Kontakt für Rückfragen

Björn Pasemann

Referent für Naturschutz und Agrarpolitik

030 6781775-71

bjoern.pasemann@dnr.de

Daniel Hufeisen

Koordinator für Presse und Kommunikation

030 6781775-78

0151 70439974

daniel.hufeisen@dnr.de

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