Für eine starke Natur von morgen – Plan zur Wiederherstellung der Natur jetzt verbessern

Berlin – Mit Beginn der öffentlichen Beteiligung am Entwurf des Nationalen Wiederherstellungsplans zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur fordert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) Bund, Länder und Zivilgesellschaft auf, den Plan ambitioniert weiterzuentwickeln. Bis zum 25. Juni können Interessierte hierzu Stellung nehmen. Der DNR sieht im Entwurf eine wichtige Grundlage, doch zentrale Punkte bleiben unvollständig und unkonkret. Vor allem fehlt eine vollständige Bilanz bereits vorhandener Maßnahmen der Länder. Auch bei der Ergänzung neuer Maßnahmen besteht deutlicher Nachbesserungsbedarf.
„Wir begrüßen, dass die Bundesregierung geschlossen hinter der europäischen Wiederherstellungsverordnung steht und jetzt einen Entwurf für den Nationalen Wiederherstellungsplan vorlegt. Doch der Entwurf verdeutlicht: Das kann erst der Anfang sein! Die öffentliche Beteiligung muss jetzt genutzt werden, um den Plan substanziell zu stärken. Wer nur am Status quo festhält, wird den Verlust der Artenvielfalt nicht aufhalten. Es braucht zusätzliche entschlossene Maßnahmen und eine breite Beteiligung, damit die Wiederherstellung der Natur gelingt“, betont Florian Schöne, Geschäftsführer des DNR.
Der DNR sieht im Beteiligungsprozess eine Chance, bestehende Maßnahmen sichtbar zu machen, neue Impulse zu setzen und den Plan so zu verbessern, dass er die Anforderungen der europäischen Verordnung erfüllt. Viele Bundesländer haben bereits wichtige Programme und Projekte gestartet, die zur Umsetzung der Verordnung beitragen und ergänzt werden müssen.
Auch die Zivilgesellschaft ist jetzt gefragt, konkrete Vorschläge einzubringen und bestehende Ansätze weiterzuentwickeln. Investitionen in die Wiederherstellung von Ökosystemen fördern schließlich nicht nur die Artenvielfalt und den Schutz von Lebensräumen, sondern stärken auch die Klimaanpassung, die Wasserverfügbarkeit, den Hochwasserschutz und die Resilienz von Landschaften.
Der Entwurf des Wiederherstellungsplans kann in Kürze und dann bis zum 25. Juni 2026 kommentiert werden unter: https://beteiligung.bundesumweltministerium.de/de/nationaler-wiederherstellungsplan.
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Svenja Schünemann
Referentin für Naturschutz und Agrarpolitik



