Pressemitteilung | 02.04.2020

Corona-Krise: DNR fordert Import- und Verkaufsverbot von Wildtieren

02.04.2020

Anlässlich des sich weltweit rasant ausbreitenden Virus SARS-CoV-2, das mutmaßlich durch den engen Kontakt mit Wildtieren beziehungsweise durch deren Verzehr auf den Menschen übergegangen ist, fordert der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) die Bundesregierung dazu auf, sich für klare gesetzliche Regeln einzusetzen und den Wildtierhandel effektiv zu beschränken.

„Deutschland hat als ein Schlüsselland für den Handel mit Wildtieren, die jedes Jahr zu Hunderttausenden aus aller Welt für den europäischen Heimtiermarkt importiert werden, eine besondere Verantwortung für ein sofortiges Einfuhr- und Verkaufsverbot auf nationaler und europäischer Ebene. Ausnahmen davon sollten nur in speziellen Fällen ermöglicht werden", sagt DNR-Vizepräsidentin Undine Kurth.

Die gegenwärtige SARS-CoV-2 Pandemie macht deutlich, wie verletzlich Gesellschaften und selbst robuste Volkswirtschaften weltweit sind und welche Konsequenzen die dramatische Zerstörung natürlicher Lebensräume auf die Übertragungswege von Tier zu Mensch hat.

Undine Kurth, DNR-Vizepräsidentin

"Die Pandemie zeigt zugleich, dass eine solche Pandemie ein Risiko darstellt, das sich durch ein strenges Verbot des weltweiten Handels mit Wildtieren, die durch die erzwungene Nähe zum Menschen als Überträger von Zoonosen in Frage kommen, minimieren ließe“, so DNR-Vizepräsidentin Undine Kurth abschließend.

 

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Bereits am 20. März hatte der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring gemeinsam mit Aktionsgemeinschaft Artenschutz, animal public, Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt), Bundesverband Tierschutz (BVT), Deutscher Tierschutzbund, Future for Elephants, IFAW Deutschland, PETA Deutschland, PROVIEH, Pro Wildlife und VIER PFOTEN Deutschland einen Brief an die Bundesregierung geschrieben, um ein Importverbot für Wildtiere einzufordern.

Link zum Brief

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