Menü
Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen
Startseite
Presse
Pressemitteilungen
EU-Beihilfeverfahren für Braunkohle-Entschädigungen verzögert sich
Pressestatement | 25.11.2020
#Klima und Energie

EU-Beihilfeverfahren für Braunkohle-Entschädigungen verzögert sich

Kohlekraftwerk
© AdobeStock/Jana Schönknecht
Kohlekraftwerk

Die Mitteilung der Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission, voraussichtlich ein förmliches Prüfverfahren zu den Braunkohle-Entschädigungen im Zuge des Kohleausstiegsgesetz einzuleiten, kommentiert Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR):

„Die Entscheidung der EU-Kommission war zu erwarten. Wenn nicht nachvollziehbare Entschädigungen ohne irgendwelche Kriterien in Hinterzimmern ausgekungelt werden, stellen sich nicht nur dem Steuerzahler Fragen der Rechtmäßigkeit. Insbesondere die Höhe der Braunkohle-Entschädigungen für die LEAG ist unangemessen und willkürlich. Die Abschaltdaten der LEAG-Kraftwerke decken sich frappierend mit den ohnehin betriebswirtschaftlich geplanten Abschaltungen. Damit sollen 1,75 Milliarden Euro ohne Klimaschutz fließen. Die skandalöse Intransparenz und Heimlichtuerei des Wirtschaftsministeriums fällt ihnen nun auf die Füße

Für uns war immer klar: Entschädigungen sind nur dort denkbar, wo Kraftwerke deutlich früher abgeschaltet werden als geplant. Wenn die LEAG Entschädigungen bekommen soll, muss sie den Kohleausstieg in der Lausitz deutlich beschleunigen und Jänschwalde spätestens 2025 vom Netz nehmen. Andernfalls wissen wir mit 1,75 Milliarden Euro in der derzeitigen Corona-Krise sicher Besseres anzufangen.“

Kontakt für Rückfragen

Prof. Dr. Kai Niebert

Präsident

030 6781775-902

niebert@dnr.de

Das könnte Sie interessieren

Rubrik_Wasser_Meere_-_Offshore-Windpark-pixabay-pinwheel-3714863__340
Gemeinsame Pressemitteilung von DNR, BUND, DUH, Greenpeace, NABU und WWF | 22.01.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Klima und Energie #Wasser und Meere

Umweltverbände fordern im Vorfeld des Nordseegipfels naturverträglichen Offshore-Ausbau

Klimaschutz und Meeresschutz konsequent zusammendenken - das ist die Forderung eines Verbändepapiers zum naturverträglichen Ausbau der Offshore-Windenergie. Das Papier hat der DNR heute gemeinsam mit BUND, DUH, NABU, Greenpeace und WWF vor dem Nordseegipfel am 26. Januar in Hamburg veröffentlicht....