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Über eine Million Menschen stellen sich gegen den Abbau von Naturschutzstandards
Pressemitteilung | 28.10.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Landwirtschaft und Gentechnik #Wald

Über eine Million Menschen stellen sich gegen den Abbau von Naturschutzstandards

Umweltverbände übergeben Petition an Parlamentarische Staatssekretärin Bettina Hagedorn

Foto von der Übergabe und Bildaktion zur #HandsOffNature-Kampagne vor dem Deutschen Bundestag
© © Ben Kriemann
Gemeinsam fordern die teilnehmenden Organisationen: Hände weg von der Natur! Schützen, was uns schützt.

Berlin, 28. Oktober 2026 - Mit einer lautstarken Protestaktion vor dem Deutschen Bundestag haben Umwelt- und Naturschutzverbände heute ihre Botschaft an die Politik unüberhörbar gemacht: Hände weg von Europas Naturschutzgesetzen! NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger übergab stellvertretend für das Bündnis die Unterschriften der europaweiten Petition „Hands Off Nature“ an Bettina Hagedorn, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium. Insgesamt haben 1.254.722 Menschen aus ganz Europa, darunter 322.070 Personen aus Deutschland, die Petition unterzeichnet.

Die Petition richtet sich gegen aktuelle Bestrebungen der Europäischen Kommission, lang erkämpfte europäische Natur- und Umweltschutzgesetze abzuschwächen. Die unterzeichnenden Organisationen fordern stattdessen eine konsequentere Umsetzung und Stärkung bestehender Schutzstandards für Natur, Artenvielfalt und Klima.

„Die Natur ist nicht verhandelbar. Über eine Million Menschen in Europa erwarten von der Politik, dass sie unsere natürlichen Lebensgrundlagen schützt, statt bewährte Schutzstandards infrage zu stellen. Wir brauchen starke Naturschutzgesetze – in Deutschland und in Europa. Die Bundesregierung muss dafür einstehen und sich auch auf europäischer Ebene klar für eine starke und zukunftsfähige Natur- und Umweltschutzpolitik einsetzen“, erklärt das Bündnis der beteiligten Umweltverbände. 

Starke Naturschutzgesetze schützen nicht nur Tiere und Pflanzen. Sie sichern sauberes Trinkwasser, gesunde Böden, naturnahe Flüsse und die Verfügbarkeit von Wasser, artenreiche Landschaften und wichtige Kohlenstoffspeicher wie Wälder und Moore. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag für die Gesundheit, Klimaschutz und die Zukunftsfähigkeit Europas.

Die Petition Hands-Off-Nature wurde von BirdLife Europe, ClientEarth, dem European Environmental Bureau (EEB) und WWF EU initiiert und wird von einem breiten Bündnis europäischer Umwelt- und Naturschutzorganisationen getragen. Auch in Deutschland unterstützen zahlreiche Verbände die Initiative. An der Aktion vor dem Bundestag beteiligten sich in Deutschland NABU, WWF, Deutsche Umwelthilfe (DUH), der Deutsche Naturschutzring (DNR), BUND, BUND Naturschutz in Bayern, Pro Wildlife, der Deutsche Alpenverein (DAV) und ClientEarth. 

Die Berliner Petitionsübergabe ist Teil einer europaweiten Aktion. Am 23. Oktober wurden die Unterschriften auf europäischer Ebene in Brüssel an EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall übergeben. Mit den Aktionen in Berlin und Brüssel wollen die Umweltverbände deutlich machen: Der Rückhalt für starke Natur- und Umweltschutzgesetze ist in ganz Europa groß.

Fotos der Aktion finden Sie hier. © Ben Kriemann 

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Hintergrund

Die Petition „Hands Off Nature“ lief europaweit bis zum 20. Oktober 2026. Sie fordert politische Entscheidungsträger*innen auf, bestehende europäische Natur- und Umweltschutzgesetze zu erhalten und ihre Umsetzung voranzutreiben. Hintergrund sind aktuelle Bestrebungen, zentrale Umwelt- und Naturschutzstandards im Rahmen von Deregulierungs- und Beschleunigungsvorhaben zu überprüfen oder abzuschwächen.

Hands Off Nature macht darauf aufmerksam, dass Natur- und Umweltschutz die Grundlage für sauberes Wasser, gesunde Lebensmittel, den Schutz vor den Folgen der Klimakrise sowie die Lebensqualität von Millionen Menschen bildet. Das zentrale Anliegen lautet: Wenn die Natur verliert, verlieren wir alle.

Kontakt für Rückfragen

Björn Pasemann

Björn Pasemann

Koordinator für Naturschutz und Agrarpolitik

030 6781775-71

bjoern.pasemann@dnr.de

Porträtbild von Melissa Ihlow

Melissa Ihlow

Referentin für Pressearbeit und Social Media

0160 5526852

melissa.ihlow@dnr.de

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