Ein Plädoyer gegen die Grüngasquote: Knappe grüne Moleküle effizient einsetzen

Eine Grüngasquote (GGQ) im Gebäudesektor wäre ein Irrweg für die Wärmewende. Der Deutsche Naturschutzring appelliert deshalb an die Bundesregierung: Keine GGQ. Keine „Bio-Treppe“. Keine neue Scheinlösung im Heizungskeller.
Dieses Plädoyer unterstützen: Bellona, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V., Deutsche Umwelthilfe, enercity, E.ON, EWE AG, Germanwatch e.V., NABU e.V., Octopus Energy thermondo, WWF und ZVEI.
Grüne Moleküle sind wichtig, aber nicht in der Heizung:
Nachhaltige Biomasse, Biomethan und grüner Wasserstoff werden dort gebraucht, wo Elektrifizierung kaum möglich ist: in Teilen der Industrie, in der Chemie, bei bestimmten Anwendungen im Energiesystem.
Im Gebäude gibt es sinnvollere Lösungen:
Dekarbonisierung lässt sich im Eigenheim und im Mehrfamilienhaus erfolgreich mit Wärmepumpen, Wärmenetzen und Sanierungen vorantreiben. Knappe Moleküle sind hier fehl am Platz. Und gerade mit Blick auf die Erreichung der Klimaziele muss hier mit Priorität angesetzt werden.
Sozialpolitisch birgt die Grüngasquote Zündstoff:
Eine Grüngasquote erweckt den Eindruck, als hätten Gasheizungen langfristig eine sichere Zukunft. Das verlängert fossile Infrastrukturen, schafft neue Abhängigkeiten und wird am Ende teuer für Verbraucher*innen. Besonders für Mieter*innen, die kaum Mitspracherecht bei einem Heizungstausch haben.
Das Pädoyer gibt es hier.


