DNR Jahresbericht 2025

Ein Jahr der Richtungsentscheidungen für Natur, Klima und Demokratie: Der Deutsche Naturschutzring hat seinen Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Das Jahr markierte einen politischen Neustart und brachte viele Herausforderungen für Umwelt-, Natur- und Tierschutz.
Nach der vorgezogenen Bundestagswahl in Deutschland und dem Start der neuen EU-Kommission zeichnete sich schnell ein Kurswechsel ab: Planungsbeschleunigung, Bürokratieabbau und Deregulierung rückten in den Vordergrund, während Umwelt- und Naturschutzstandards zunehmend unter Druck gerieten. Dabei blieb der Handlungsbedarf beim Schutz der biologischen Vielfalt, bei der Bewältigung der Klimakrise und bei der Transformation von Landwirtschaft, Energie- und Wirtschaftssystemen unverändert hoch.
Auch die organisierte Zivilgesellschaft stand vor wachsenden Herausforderungen. Umweltverbände sahen sich verstärkten Angriffen ausgesetzt, während zentrale Elemente des europäischen Green Deal zunehmend infrage gestellt wurden.
Der DNR und seine Mitgliedsorganisationen haben diese Entwicklungen aktiv begleitet. Gemeinsam bündelten sie ihre fachliche Expertise, entwickelten gemeinsame Positionen und brachten diese in politische Prozesse auf nationaler und europäischer Ebene ein. Im Fokus standen unter anderem die Umsetzung der EU-Wiederherstellungsverordnung für die Natur, die Fortführung des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz, die Weiterentwicklung der Energiewende sowie die Verteidigung zentraler Klima- und Umweltziele. Zugleich setzte sich der DNR für eine starke Demokratie, den Schutz zivilgesellschaftlicher Freiräume und eine sozial-ökologische Transformation ein.
Im Jahr seines 75-jährigen Bestehens wurde zudem deutlich: Natur-, Klima- und Umweltschutz lassen sich nicht losgelöst von Demokratie, gesellschaftlichem Zusammenhalt und einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung denken.


