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Rekord-Hitze, Rekord-Versäumnisse - jetzt gegen Extremwetter wappnen
Publikation | 03.09.2026
# sozial-ökologische Transformation #Klima und Energie #Politik und Gesellschaft

Rekord-Hitze, Rekord-Versäumnisse - jetzt gegen Extremwetter wappnen

Demotransparent "Stop global warming!"
© pixabay / Derks24

Während einer gemeinsamen Hitze-Aktion hat ein großes Bündnis ein gemeinsames Forderungspapier vor dem Bundeskanzleramt präsentiert. „Kanzler Merz, wir nehmen Sie beim Wort: Klimaschutz und Klimaanpassung JETZT!“, forderten zahlreiche Umwelt-, Sozial-, Wohlfahrts-, Gewerkschafts-, Kirchen-, Jugend- und zivilgesellschaftliche Organisationen, darunter der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR).

Nach einem weiteren Rekord-Hitzesommer mit tausenden hitzebedingten Todesfällen fordert das Bündnis konkrete politische Konsequenzen: mehr und ambitionierteren Klimaschutz, besseren Schutz vor Hitze und Extremwetter sowie eine verlässliche Finanzierung von Klimaanpassung und Naturschutz. Die Bundesregierung müsse zeitnah ein Vorsorge-Paket Klimaschutz, Anpassung, Natur beschließen. Klimaschutz- und Klimaanpassung müssten gleichermaßen im Fokus sein, Vorsirge gegen Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre und Starkregen treffen und die Bevölkerung vor den Auswirkungen der Erderhitzung schützen.

Notwendig sei auch die Einberufung eines koordinierenden nationalen Hitzekrisenstabes und ein bundesweites Warnsystem. Das Gesundheitswesen müsse gezielt gestärkt werden, um hitzebedingte Sterbefälle zu verhindern.

Zudem müsse gelten: Jetzt investieren statt kürzen“, forderte das Bündnis. Die Folgen der Klimakrise kosteten die deutsche Volkswirtschaft ein Vielfaches mehr als Investitionen in Klimaschutz und Klimaanpassung - in diesem Sommer bereits mindestens 36 Milliarden Euro. Viele der notwendigen Maßnahmen zahlten dabei sogar sowohl auf den Klimaschutz- als auch auf die Anpassung ein: sei es beim Moor- und Auenschutz oder bei der Modernisierung von Gebäuden. Der Bund müsse die finanziellen Mittel für notwendige Investitionen bereitstellen. Dafür braucht es mehr Gelder in den kommenden Bundeshaushalten und keine Kürzungen wie aktuell geplant. Alle Einnahmen aus dem Emissionshandel und die entsprechenden Mittel aus dem Sondervermögen müssen in Klimaschutzinvestitionen, natürlichen Klimaschutz und sozialen Ausgleich fließen“, heißt es im Forderungspapier.

Klimaschutz und Klimaanpassung müssten zudem als neue Gemeinschaftsaufgabe für mehr Verlässlichkeit und Klarheit nach Artikel 91a Grundgesetz sorgen. Den Kommunen komme eine tragende Rolle bei Investitionen in Klimaschutz, Klimaanpassung und Naturschutz zu. In allen drei Bereichen passiere die entscheidende Umsetzung meist vor Ort, jedoch könnten die Kommunen die Milliardendefizite der letzten Jahre nicht allein ausgleichen.

Rekordhitze - Rekordversäumnisse: Gemeinsames Forderungspapier an die Bundesregierung

030929_Forderungspapier_Rekordhitze_Rekordversäumnisse.pdf (644 KB)


Das Gemeinsame Forderungspapier wird unterstützt von: 

Klima-Allianz Deutschland, Greenpeace, AWO, GermanZero, Klima-Bündnis, Gesunde Erde – Gesunde Menschen, Gesellschaft für Klima und Demokratie e.V., Changing Cities e.V., BUND e.V., Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH, Klima-Allianz Schwerte, Bundesverband Klimaschutz e.V., ver.di Jugend, Zukunftsrat Hamburg, kosmos b e.V. – Bildung. Begegnung. Beteiligung., WWF Deutschland, Deutsche KlimaStiftung, Bundesverband für Umweltberatung (bfub) e.V., Arbeitsstelle Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, Deutscher Bahnkundenverband e.V., Sozialverband VdK Deutschland, Gaswende, Katholikenrat Region Düren, Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Protect the Planet gGmbH, KlimaDocs e.V., Umweltinstitut München e.V., FiscalFuture e.V., FUSS e.V. Fachverband Fußverkehr Deutschland, Deutsche Schreberjugend Bundesverband e. V., Deutscher Naturschutzring (DNR), Diakonie Deutschland, GLS Bank, Deutsche Umwelthilfe e.V., Sozialverband Deutschland e. V., fairPla.net eG, AbL, Humanistischer Verband Deutschlands, oikos-Institut der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), Plan International Deutschland e.V., KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V., Deutsches Kinderhilfswerk e.V., NAJU (Naturschutzjugend im NABU), NABU (Naturschutzbund Deutschland) e.V. und Klimadelegation e.V.  

Schneller und konsequenter Klimaschutz ist unerlässlich, um die Folgen der Erderhitzung beherrschbar zu halten. Mehr Anpassungsmaßnahmen und mehr Investitionen in unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind nötig, um uns vor den zunehmenden und stärkeren Wetterextremen zu schützen. Nur so bekämpfen wir Ursache und Symptome. Es braucht nun eine gesamtstaatliche Kraftanstrengung.
aus dem gemeinsamen Forderungspapier