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Offener Brief zur Reform des Deutschlandfunks
Publikation | 10.07.2026
#Biodiversität und Naturschutz #EU-Umweltpolitik #Klima und Energie #Landwirtschaft und Gentechnik #Politik und Gesellschaft #Wasser und Meere

Offener Brief zur Reform des Deutschlandfunks

Ein professionelles Mikrophon steht auf einem Schreibtisch im Grünen, auf dem Tisch liegt ein Stapel Zeitungen
© AdobeStock / new_africa 334232294
Professionell Stimmen für Natur- und Umweltschutz einfangen

Ein Bündnis von Organisationen der Zivilgesellschaft, aus Journalismus, Wissenschaft, Verbraucher-, Klima- und Umweltschutz hat sich gegen die geplante Programmreform des Deutschlandfunks gewandt. In einem offenen Brief kritisieren sie besonders den weitgehenden Umbau der bisherigen Fachmagazine. Ein starker öffentlich-rechtlicher Rundfunk sei „unverzichtbar für unsere Demokratie“.

„Die angekündigte stärkere Bündelung von Inhalten in allgemeinen Informationsformaten und die veränderten redaktionellen Abläufe bergen aus unserer Sicht das Risiko, dass Themenvielfalt, Fachlichkeit und publizistische Tiefe an Raum verlieren“, betonten unter anderem Deutscher Naturschutzring, BUND, DUH, LBV, NABU und WWF. Gemeinsam mit dem Deutschen Journalisten-Verband, der MaLisa-Stiftung, der Klima-Allianz und GermanZero äußerten sich die Organisationen besorgt darüber 

  • dass gesellschaftlich hochrelevante Fragen des Natur-, Klima- und Umweltschutzes künftig weniger sichtbar werden, obwohl sie den Alltag der
    Menschen unmittelbar betreffen.
  • dass für die vertiefte journalistische Einordnung künftig weniger Raum bleibt und komplexe Zusammenhänge hinter der tagesaktuellen Berichterstattung
    zurücktreten.
  • dass etablierte Fachkompetenz und redaktionelle Kontinuität an Bedeutung verlieren und dadurch die Qualität der Berichterstattung leidet.


Der Deutschlandfunk nehme eine besondere Rolle ein. Sein Programm stehe seit Jahrzehnten für journalistische Sorgfalt, fachliche Tiefe und gesellschaftliche Breite. Die „Informationen am Morgen“ prägten regelmäßig die öffentliche Debatte. Gleichzeitig seien es gerade die Fachmagazine und vertiefenden Formate im Tagesverlauf, die Themen Raum geben, die im schnellen Nachrichtentakt oft zu kurz kämen – und die erst durch kontinuierliche Berichterstattung in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung sichtbar würden, heißt es in dem Brief.

„Mit dem offenen Brief möchten wir unsere Perspektiven und Anliegen im Hinblick auf die geplanten Veränderungen einbringen. Insbesondere geht es uns um die Sicherung einer vielfältigen und qualitativ hochwertigen Berichterstattung – gerade auch bei Natur-, Klima- und Umweltthemen, die für den gesellschaftlichen Diskurs von großer Bedeutung sind.“ 

Offener Verbändebrief zur geplanten Programmreform des Deutschlandfunks

20260709_offener_verbaendebrief_reform_deutschlandfunk.pdf (340 KB)


Der Offene Brief wird unterstützt von:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
  • Deutscher Journalisten-Verband (DJV)
  • Deutscher Naturschutzring (DNR)
  • Deutsche Umwelthilfe (DUH)
  • GermanZero
  • Klima-Allianz
  • Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern (LBV)
  • MaLisa Stiftung
  • Naturschutzbund Deutschland (NABU)
  • WWF Deutschland