Forderungspapier: Raus aus der fossilen Krise

Gemeinsam mit dem DNR haben mehrere Umweltorganisationen - darunter BUND, Campact, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, Greenpeace, NABU und WWF - ein Positionspapier zur fossilen Krise vorgelegt. Darin machen sie deutlich: Deutschlands starke Abhängigkeit von Öl und Gas verschärft die Klimakrise und gefährdet zugleich soziale Sicherheit, wirtschaftliche Stabilität und politische Handlungsspielräume.
Aktuelle geopolitische Krisen und stark schwankende Energiepreise zeigen aus Sicht der Organisationen, wie anfällig ein Energiesystem ist, das weiterhin auf fossile Energieträger setzt. Statt die Abhängigkeit konsequent zu überwinden, drohen politische Entscheidungen diese Strukturen weiter zu verfestigen.
Die zentralen Probleme auf einen Blick:
- Fossile Energien treiben die Klimakrise weiter voran
- Hohe und volatile Preise belasten Haushalte und Wirtschaft
- Importabhängigkeiten machen Deutschland verwundbar
- Das Energiesystem ist nicht krisenfest aufgestellt
Das Papier macht deutlich: Die aktuelle Situation ist keine Ausnahme, sondern die Folge jahrelanger Fehlentscheidungen. Ein schneller Ausstieg aus Öl und Gas ist daher nicht nur Klimaschutz, sondern eine Frage von Sicherheit und sozialer Stabilität.
Konkret schlagen die Organisationen Maßnahmen in mehreren Bereichen vor, darunter:
- der zügige Ausbau erneuerbarer Energien,
- eine sozial gerechte Wärmewende,
- die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie,
- mehr Effizienz, Einsparungen und Kreislaufwirtschaft.
Gleichzeitig warnen sie vor politischen Rückschritten, die fossile Abhängigkeiten verlängern. Nur ein klarer Kurs hin zu erneuerbaren Energien und einem sparsamen Umgang mit Ressourcen kann Energiepreise stabilisieren, Krisenfestigkeit erhöhen und langfristig Wohlstand sichern.


