EU-News | 02.03.2018
#Biodiversität und Naturschutz EU-Parlament will Bienen und Imker schützen

"Perspektiven und Herausforderungen für den Bienenzuchtsektor in der EU" - so hieß der Initiativbericht, dem die EU-Abgeordneten mit großer Mehrheit (560 gegen 27, 28 Enthaltungen) am Donnerstag zustimmten. Die EU brauche eine wirksame, umfassende und langfristige EU-Strategie zur Verbesserung der Bienengesundheit, zur Bekämpfung der Bienensterblichkeit und zur Wiederaufstockung der Bienenbestände.
Die Abgeordneten fordern darüber hinaus:
- einen EU-weiten Aktionsplan zur Bekämpfung der Bienensterblichkeit;
- Zuchtprogramme zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber invasiven Arten wie die Varroamilbe, die asiatische Hornisse und die amerikanische Faulbrut;
- mehr Forschung, um innovative Medikamente für Bienen zu entwickeln und ihre Verfügbarkeit zu erhöhen;
- ein Verbot aller wissenschaftlich bestätigten bienenschädlichen Pestizide einschließlich Neonicotinoiden, und sichere Alternativen für Landwirte sowie Frühwarnung vor Sprühzeiten, um Bienenschäden zu vermeiden;
- die EU sollte zudem das Budget für nationale Bienenzuchtprogramme um 50 Prozent aufstocken;
- in der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 müsse es außerdem mehr Unterstützung für ImkerInnen geben;
- importierter Honig muss besser aus EU-Standards kontrolliert, bei Verstößen müssten schärfere Strafen erfolgen;
- Honig und sonstige Imkereierzeugnisse sollten als "empfindliche Erzeugnisse" betrachtet und eventuell vom Geltungsbereich von Freihandelsabkommen ausgenommen werden (siehe EU-News 28.02.2018). [jg]


