Klimawandelanpassung: vor Ort und bei der Verteidigung

EU-Kommission unterstützt mit 370 Millionen Euro lokale Projekte zur Anpassung an die Klimakrise. EU-Parlament stimmt für Entschließung über den Fahrplan für Klimawandel und Verteidigung.
Die EU-Kommission stellt für Klimaschutzprojekte zwischen 2021 bis 2023 rund 370 Millionen Euro zur Verfügung. Das Programm soll die Umsetzung des Europäischen Green Deals und die EU-Klimaanpassungsstrategie unterstützen. Am Dienstag hat das erste Treffen des Forums „Mission Anpassung an den Klimawandel“ stattgefunden. Im Rahmen des Treffens haben 118 Regionen und Gemeinden eine gemeinsame Charta namens „Mission Anpassung an den Klimawandel“ unterzeichnet. Beteiligt waren regionale und lokale Behörden, Mitglieder des Europäischen Parlaments, Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen. Die EU wendet sich mit ihrer Mission an regionale EU-Akteure, um so auf lokaler Ebene die Transformation zur Klimaresilienz bis 2030 zu beschleunigen.
Das Geld soll beispielsweise in den Wiederaufbau von Gebieten, die von Extremwetterereignissen und Überschwemmungen betroffen sind, oder auch in Städte zur Anpassung an Hitzewellen, investiert werden. Die ausgewählten Projekte erhalten Zugang zu Klimadaten und Methoden für die Bewertung von Klimarisiken sowie Vorschläge für regionale Anpassungsmaßnahmen. Auch die Vernetzung und der Austausch zwischen Regionen und lokalen Behörden sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern soll gefördert werden.
Fahrplan für Klimawandel und Verteidigung
Am Dienstag hat das Europäischen Parlament die Entschließung über den Fahrplan für Klimawandel und Verteidigung des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) angenommen.
Der Fahrplan behandelt die Zusammenhänge zwischen Energiewende, Ernährungssicherheit, Klima- und Umweltkatastrophen sowie bewaffneten Konflikten. Der Bericht sieht vorbeugende Maßnahmen vor, wie die Modernisierung der militärischen Energieinfrastruktur, ein Frühwarnsystem für potenzielle Konflikte und die europäische Energieunabhängigkeit wie die bessere Verzahnung von Konflikt- und Klimaforschung. Bei der Weiterentwicklung des Militärs soll der Klimawandel berücksichtigt werden, so gilt unter anderem auch für die militärische Infrastruktur das Gebot der Energieeffizienz. Auch die internationale Zusammenarbeit soll gestärkt werden.
Thomas Waitz (Grüne/EFA, Deutschland), Berichterstatter des federführenden Ausschusses für Auswärtige Angelegenheiten, betonte, dass die Verflechtung zwischen der Energie- und der Verteidigungspolitik der EU spätestens durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine in den Vordergrund gerückt sei. Nur durch eine weitsichtige Sicherheits- und Verteidigungspolitik, die Energiesouveränität und Klimaschutz einschließe, werde man eine sichere und nachhaltige Zukunft für die Europäische Union schaffen, so Waitz. [lw]
EU-Commission: 118 regions and local authorities join the EU Mission for Adaptation to Climate Change
Fahrplan: Europäisches Parlament
Die Grünen: Fahrplan zu Verteidigungs- und Klimapolitik


