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DNR-Steckbrief über das Märchen vom grünen Wachstum

23.01.2020

Um gleich das Fazit vorwegzunehmen: Für die Einleitung einer sozial-ökologischen Transformation braucht es einen aktiven Staat, der gezielt in die Wirtschaft eingreift. Es ist höchste Zeit, Beschäftigung, Stabilität und Frieden innerhalb der EU aus der Abhängigkeit von unendlichem Wirtschaftswachstum zu lösen. Die neue EU-Kommission unter Ursula von der Leyen steht vor der großen Herausforderung und einzigartigen Chance, die Weichen zu stellen für ein sozial gerechtes Europa innerhalb der planetaren Grenzen.

Klima- und Naturschutz können nicht gelingen, solange nicht in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Wurzel der Umweltzerstörung gesehen wird. Welche Politikmaßnahmen es braucht, um eine Transformation im Sinne eines guten Lebens für alle einzuleiten, beleuchtet dieser Steckbrief.

Fest steht, dass unsere Wirtschaft Teil der Lösung sein muss und dass das Märchen vom grünen Wachstum - also praktisch dem Weiter-so auf allen Ebenen - entlarvt werden muss. Denn eine tatsächlich wirkungsvolle Entkopplung von Wirtschaftswachtum und Ressourcenverbrauch hat weder in der Vergangenheit je stattgefunden, noch ist in der Zukunft zu erwarten. Deutlich wird auch, dass Effizienzsteigerung nur als Teil einer übergeordneten Suffizienz-Strategie des Begrenzens und Reduzierens den Ressourcenverbrauch senken kann.

Der Steckbrief setzt sich außerdem mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU sowie mit dem Europäischen Grünen Deal der EU-Kommission kritisch auseinander. Neben der im Raum stehenden One-in-one-out-Regel und einem engen Fokus auf Digitalisierung liegt der wohl problematischste Ansatz des Grünen Deals darin, dass die notwendigen Investitionen in eine sozial-ökologische Transformation in ihrer Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum steckenbleiben. [jg]

DNR-Steckbrief: Umweltzerstörung und Klimakrise: Wirtschaft muss Teil der Lösung sein