Steckbrief: Umweltzerstörung und Klimakrise: Wirtschaft muss Teil der Lösung sein

Klima- und Naturschutz können nicht gelingen, solange nicht in den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Wurzel der Umweltzerstörung gesehen wird. Welche Politikmaßnahmen es braucht, um eine Transformation im Sinne eines guten Lebens für alle einzuleiten, beleuchtet dieser Steckbrief. Fest steht, dass unsere Wirtschaft Teil der Lösung sein muss. 

Der Steckbrief entkräftet zunächst den Mythos des grünen Wirtschaftswachstums. Eine tatsächlich wirkungsvolle Entkopplung hat weder in der Vergangenheit je stattgefunden, noch ist diese in der Zukunft zu erwarten. Deutlich wird auch, dass Effizienzsteigerung nur als Teil einer übergeordneten Suffizienz-Strategie den Ressourcenverbrauch senken kann. Suffizienz steht für ein Begrenzen und Reduzieren des Material- und Energieverbrauchs.

Der Steckbrief setzt sich außerdem mit der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU sowie mit dem Europäischen Grünen Deal der EU-Kommission kritisch auseinander. Neben der im Raum stehenden One-in-one-out-Regel und einem engen Fokus auf Digitalisierung liegt der wohl problematischste Ansatz des Grünen Deals darin, dass die notwendigen Investitionen in eine sozial-ökologische Transformation in ihrer Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum verbleiben.

Der Steckbrief zieht das Fazit, dass es einen aktiven Staat braucht, der gezielt in die Wirtschaft eingreift, um eine sozial-ökologische Transformation einzuleiten.
 
Es ist höchste Zeit, Beschäftigung, Stabilität und Frieden innerhalb der EU aus der Abhängigkeit
von unendlichem Wirtschaftswachstum zu lösen. Die neue EU-Kommission unter Ursula von der
Leyen steht vor der großen Herausforderung und einzigartigen Chance, die Weichen zu stellen
für ein sozial gerechtes Europa innerhalb der planetaren Grenzen. [rk/aw]