Wasser & Meere

Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft

08.04.2020

Der Rat der EU hat am Dienstag schriftlich eine Verordnung angenommen, die die Verwendung von aufbereiteten kommunalen Abwässern für die landwirtschaftliche Bewässerung erleichtern soll. Besonders dürregeplagte Mitgliedstaaten setzen auf Gebrauchtwasser in der Landwirtschaft. Neue Regeln für dessen Anwendung sind nun einen Schritt weiter.

Anfang Dezember 2019 hatten sich Parlament und Rat in Trilogverhandlungen interinstitutionell auf Qualitätsanforderungen für die Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft geeinigt (EU-News 03.12.2019). Nun fehlt nur noch eine formale Bestätigung des EU-Parlaments. Nach der Veröffentlichung im Amtsblatt können die neuen Regeln in Kraft treten.

Die neuen Vorschriften enthalten harmonisierte Mindestanforderungen an die Wasserqualität und deren Überwachung sowie Transparenzvorschriften für die sichere Wiederverwendung von behandeltem kommunalem Abwasser in der landwirtschaftlichen Bewässerung. Damit soll sowohl etwas gegen Wasserverschwendung und für die Anpassung an den Klimawandel als auch für die Sicherheit von Lebensmitteln und die Umwelt getan werden.

Mit dem Vorschlag wird eine der Verpflichtungen aus dem Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft verwirklicht. Die EU-Kommission hatte 2018 den ersten Entwurf für die Verordnung vorgelegt. [jg]

Pressemitteilung des EU-Ministerrates vom 07.04.2020

 

 

Weitere EU-Umweltnews

Wasser & Meere

Wasserrahmenrichtlinie: Auch Anwohner*innen dürfen klagen

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das Klagerecht für EU-Bürger*innen ausgeweitet: In einem Urteil am Donnerstag entschieden die Richter*innen, dass auch unmittelbar betroffene Einzelpersonen gegen Bauprojekte mit Auswirkungen auf das Grundwasser klagen dürfen.

Mehr lesen

Politik & Recht

Die Zukunft Europas, die Bürgerbeteiligung und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Der ursprünglich im Mai anberaumte Startschuss für die Debatten zur Zukunft Europas kommt später. Die Mehrheit der europäischen Bürger*innen findet, dass die EU mehr Kompetenzen haben sollte, um mit Krisen umzugehen. Und der Wirtschafts- und Sozialausschuss hat erklärt, dass die Zivilgesellschaft beim Wiederaufbau eine zentrale Rolle spielen sollte.

Mehr lesen