Menü
Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen
Startseite
Presse
Pressemitteilungen
Agrarminister Özdemir knickt beim Erhalt der Brachflächen vor Agrarlobby ein
Pressestatement | 02.02.2024
#Biodiversität und Naturschutz #Landwirtschaft und Gentechnik

Agrarminister Özdemir knickt beim Erhalt der Brachflächen vor Agrarlobby ein

Brache an der Trave
© AdobeStock/Achim Wagner
Brache an der Trave

Berlin - Anlässlich der Ankündigung von Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir, den Vorschlag der EU-Kommission zum Verzicht auf die Anlage von Brachflächen zu unterstützen, kommentiert DNR-Präsident Kai Niebert:

„Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir knickt vor dem Druck der Agrarlobby ein und opfert ohne Not ein wichtiges Instrument zur Schaffung von ökologischen Rückzugsflächen in unseren Agrarlandschaften. Mit der Ankündigung, den Vorschlag der EU-Kommission zur Aussetzung der Stilllegungspflicht zu unterstützen, bricht Özdemir auch sein Versprechen aus dem Jahr 2022, dass die bisherige Ausnahme ausdrücklich nur für das Jahr 2023 galt. Damit fällt er auf das längst überwunden geglaubte Niveau der Agrarpolitik aus der letzten Legislaturperiode zurück.

Der Vorstoß ist umso unverständlicher, da sich die Agrarmärkte im letzten Jahr deutlich erholt haben und es keine sachliche Begründung für eine Freigabe der Brachen gibt. Ein Aussetzen der Brachepflicht bedeutet daher einen maximalen ökologischen Schaden bei minimalem ökonomischem Nutzen für die Landwirtschaft. Wir appellieren an Bundesminister Özdemir, an den bisherigen Regelungen festzuhalten und sich für zukunftsfähige Lösungen einzusetzen, die Naturschutz und Landwirtschaft gleichermaßen voranbringen.“

Kontakt für Rückfragen

Florian Schöne

Geschäftsführer

030 6781775-99

florian.schoene@dnr.de

Das könnte Sie interessieren

BIene
Pressestatement | 29.02.2024
#Biodiversität und Naturschutz

Bundesregierung lässt sich von Bauernprotesten einschüchtern und opfert Biodiversitätsflächen

Berlin - Anlässlich der Entscheidung der Bundesregierung, dem Vorschlag der EU-Kommission zu folgen und auch in Deutschland auf die Bereitstellung von vier Prozent Biodiversitätsflächen (GLÖZ 8) zu verzichten, kommentiert DNR-Geschäftsführer Florian Schöne: ...